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Post-Quantum-Kryptographie: Österreichs Unternehmen müssen sich auf Quantencomputer vorbereiten

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Auf den Punkt: Quantencomputer werden bestehende Verschlüsselungsverfahren obsolet, weshalb Unternehmen jetzt auf Post-Quantum-Kryptographie umsteigen müssen.

Googles Quantencomputer Willow bewältigt Benchmark-Berechnungen in unter fünf Minuten, für die klassische Supercomputer Milliarden Jahre bräuchten — ein technologischer Fortschritt, der die Cybersecurity-Grundlagen vieler Unternehmen bedroht.

Googles Quantenchip Willow demonstriert einen qualitativen Sprung in der Quantencomputing-Entwicklung: Der Chip führt spezifische Benchmark-Berechnungen in unter fünf Minuten durch — eine Aufgabe, die klassische Supercomputer nach bisherigen Hochrechnungen Milliarden Jahre kosten würde. Damit rückt Quantencomputing aus dem Stadium rein akademischer Forschung in den Bereich praktischer Anwendungen vor.

Für CTOs und Sicherheitsverantwortliche hat diese Entwicklung unmittelbare Konsequenzen: Die heute dominierenden asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren (RSA, elliptische Kurven) sind gegen Quantencomputer nicht widerstandsfähig. Daten, die heute mit diesen Methoden geschützt werden, könnten zukünftig entschlüsselt werden — insbesondere sensible Informationen wie Betriebsgeheimnisse, Finanzinformationen oder personenbezogene Daten. Das Bedrohungsszenario „Harvest Now, Decrypt Later“ ist dabei real: Angreifer sammeln bereits heute verschlüsselte Daten, um sie später mit Quantencomputern zu entschlüsseln.

Post-Quantum-Kryptographie (PQC) adressiert dieses Risiko durch mathematische Verfahren, die auch gegen Quantenalgorithmen resistent sind. Internationale Standards (NIST-Standardisierung) und regulatorische Anforderungen machen die Migration nicht optional. Österreichische Unternehmen sollten jetzt mit der Inventarisierung ihrer kryptographischen Infrastruktur beginnen, kritische Systeme identifizieren und einen mehrstufigen Übergansplan entwickeln — parallel zur Überwachung von PQC-Standardisierungsprozessen.


Quelle: itwelt.at · Erschienen 5. Juni 2026
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