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IT-Abteilungen verlieren die Kontrolle über unternehmens­interne KI-Nutzung

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Auf den Punkt: 53 Prozent der Arbeitnehmer nutzen bereits private KI-Tools im beruflichen Kontext, weil die IT-Abteilungen keine genehmigten Alternativen bereitstellen.

IT-Teams sind so sehr damit beschäftigt, KI-Initiativen für andere Bereiche umzusetzen, dass sie ihre eigenen Prozesse nicht modernisieren können. Mitarbeiter lösen das Problem pragmatisch: Sie installieren private KI-Tools auf eigene Faust.

IT-Abteilungen in vielen Unternehmen sind chronisch überlastet: Sie sichern, bauen und steuern KI-Initiativen für den Chief Revenue Officer, Chief Operating Officer, HR und andere Funktionen. Parallel modernisieren sie Cloud-Infrastrukturen, implementieren neue Sicherheitsanforderungen und verwalten wachsende Systemlandschaften. Die eigene Arbeitsweise bleibt dabei sekundär.

Das Phänomen wird verstärkt durch zwei kulturelle Faktoren: IT-Abteilungen sind strukturell risikoavers und reagieren eher auf externe Anforderungen, als proaktiv eigene Bedarfe zu definieren. Diese Vorsicht ist organisatorisch oft ein Vorteil, beim Tempo der KI-Adoption wird sie zur Bremse. Eine aktuelle Studie von NTT DATA Business Solutions mit 1.657 britischen Beschäftigten zeigt die Folge: 53 Prozent nutzen bereits private KI-Tools im Arbeitsalltag. Bei der Altersgruppe 25–34 Jahre haben sogar 75 Prozent offizielle Systeme umgangen.

Dieses „Bring Your Own AI“ unterscheidet sich von klassischer Shadow IT. Nicht einzelne Abteilungen beschaffen sich unkontrolliert Software – einzelne Mitarbeiter tun es dezentral und persönlich. Das Signal ist klar: Die Belegschaft sieht KI als persönliches Produktivitäts-Upgrade und wartet nicht auf offizielle Freigaben. Unternehmen, die KI-Tools nicht offiziell bereitstellen, verlieren damit die Kontrolle über die eigene AI-Adoption.

Das zentrale Risiko liegt nicht nur in Kontrollverlust, sondern in Governance und Datensicherheit. Private Accounts, ungeprüfte Tools und unkontrollierte Datenflüsse entstehen nicht aus Leichtsinn, sondern aus organisatorischer Trägheit. CTOs müssen daher entscheiden: Entweder die IT wird selbst schneller und integriert KI in ihre eigene Arbeitsweise – oder die Sicherheitslandschaft wird brüchig.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 11. Juni 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.6.5.

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