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IMF warnt vor Missbrauch fortgeschrittener KI-Modelle für Finanzanschläge

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Auf den Punkt: Neue KI-Modelle können denselben technischen Fähigkeiten für Cybersecurity-Patching oder für Anschläge auf kritische Infrastruktur nutzen – Länder müssen jetzt in Abwehrmaßnahmen investieren.

Der Leiter des Internationalen Währungsfonds warnt, dass Modelle wie Anthropics „Mythos" mit ihren fortgeschrittenen Cyber-Fähigkeiten von Angreifern genutzt werden könnten, um das Finanzsystem zu destabilisieren. Die IMF fordert eine stärkere internationale Koordination im Bereich Cybersecurity.

Der IMF-Chef Kristalina Georgieva warnte Anfang 2025 in Brüssel, dass fortgeschrittene KI-Modelle wie Anthropics „Mythos“ gezielt von Angreifern eingesetzt werden könnten, um das globale Finanzsystem zu zerstören. Seit Anthropic das Modell mit erweiterten Cyber-Fähigkeiten ankündigte, stehen internationale Finanzaufseher unter erhöhter Aufmerksamkeit für die daraus entstehenden Risiken.

Die doppelte Natur dieser Systeme steht im Kern der Sorge: Dieselbe Technologie kann genutzt werden, um Sicherheitslücken in Echtzeit zu erkennen und zu patchen – oder um diese Lücken in kritischen Systemen zu exploitieren. Georgieva betonte, dass „Mythos nur der Anfang“ ist und weitere Modelle mit vergleichbaren Fähigkeiten folgen werden. Sie verglich die gegenwärtige Situation mit einem Rüstungswettlauf: „In den falschen Händen hat diese Fähigkeit das Potenzial, das Finanzsystem zu zerstören. Das bedeutet, wir haben einen Nachholbedarf.“

Die IMF fordert daher konkrete Maßnahmen: Staaten müssen die Cyber-Infrastruktur vollständig ausbauen, dabei aber realistisch mit den Kosten für Patching und Abwehrmaßnahmen rechnen. Besonders kritisch sieht Georgieva die fehlende globale Koordination. Ein Cyber-Sicherheits-Weltverband existiert nicht, was unter aktuellen geopolitischen Bedingungen unrealistisch ist. Die Folge: Wohlhabende Länder müssen Entwicklungsländer unterstützen, da das globale Finanzsystem stark verflochten ist – Schwachstellen in jeder Region können weltweit ausgenutzt werden.

Zusätzlich warnte Georgieva vor einem möglichen KI-Blasen-Platzer mit schwerwiegenden Folgen für Stabilität und Wachstum. Dieses Risiko stuft sie als „niedrige Wahrscheinlichkeit, sehr hohe Auswirkung“ ein. Die aktuelle Prognose der IMF für die Eurozone zeigt auch wirtschaftliche Bremsen: Das Wachstum soll 2026 bei 0,9 Prozent liegen (0,5 Punkte unter früheren Prognosen), die Inflation steigt auf 2,8 Prozent – Folgen des Krieges im Nahen Osten.


Quelle: www.politico.eu · Erschienen 11. Juni 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.1.

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