Auf den Punkt: Phishing und Session-Hijacking machen Account-Übernahmen zur Standardbedrohung; Device Trust und kontinuierliche Verifizierung reduzieren das Risiko deutlich.
Account-Übernahmen steigen, weil Angreifer klassische Sicherheitsmaßnahmen durch Phishing, Session-Hijacking und MFA-Fatigue umgehen. Ein Lösungsansatz liegt in Geräte-Vertrauensprüfung und kontinuierlicher Authentifizierung.
Account-Übernahmen gehören zu den häufigsten Angriffsvektoren gegen Unternehmensumgebungen. Angreifer setzen dabei nicht mehr nur auf rohe Brute-Force-Methoden, sondern auf gezielte Phishing-Kampagnen, um gültige Anmeldedaten zu stehlen. Ist ein Account kompromittiert, folgen Datenverluste und lateral movement im Netzwerk.
Session-Hijacking und sogenannte MFA-Fatigue-Attacken verstärken diese Lage zusätzlich. Bei MFA-Fatigue ermüden Angreifer Nutzer durch wiederholte Authentifizierungsaufforderungen, bis diese aus Frustration zustimmen — auch auf verdächtige Anfragen. Session-Hijacking erlaubt es, aktive Verbindungen zu kapern, ohne das Passwort zu kennen.
Ein wirksames Gegenmittel liegt in Geräte-Vertrauensprüfung (Device Trust) und kontinuierlicher Authentifizierung. Diese Mechanismen erkennen anomale Login-Muster oder unbekannte Geräte und erzwingen zusätzliche Prüfschritte — unabhängig davon, ob das Passwort korrekt ist. Dadurch wird ein einzelner kompromittierter Account deutlich weniger wertvoll für Angreifer.
Quelle: www.bleepingcomputer.com · Erschienen 17. Juni 2026
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