Zum Inhalt springen

G7 will auf KI-Standards einigen — China als gemeinsamer Fokus

Share on:

Auf den Punkt: Die G7 einigt sich auf Kooperationsstandards für KI-Hersteller, um China nicht in der Entwicklung fortgeschrittener Modelle davonziehen zu lassen.

Die G7-Staaten und führende KI-Hersteller haben sich am Mittwoch in Evian auf verstärkte Zusammenarbeit geeinigt, um China in der KI-Entwicklung nicht den Vorsprung zu geben. Dabei spielte die jüngste Eskalation zwischen der US-Administration und Anthropic keine offizielle Rolle.

Bei einem Treffen in Evian-les-Bains diskutierten Staatschefs der sieben reichsten Länder mit elf Führungspersonen aus dem KI-Sektor, darunter Dario Amodei von Anthropic, Sam Altman von OpenAI, Demis Hassabis von DeepMind und Arthur Mensch von Mistral. Der Fokus lag auf gemeinsamer Regulierung der leistungsfähigsten KI-Modelle und der Verhinderung chinesischer Dominanz auf diesem Gebiet.

China wurde laut Aussagen von Teilnehmern mehrfach erwähnt — mit der Sorge, dass westliche Unternehmen zwar einen frühen Vorsprung hatten, aber China als ernst zu nehmender Konkurrenz wächst, nicht zuletzt durch verfügbare Energieressourcen für leistungsintensive Systeme. Die Zusammenkunft zeigte eine Kooperationsgeist, der unter Trumps zweiter Amtszeit ins Stocken geraten war. Victor Riparbelli, CEO von Synthesia, beschrieb es als zentral, dass die G7-Länder und ihre Verbündeten zusammenhalten: „Wir müssen im KI-Rennen gewinnen und dürfen nicht zulassen, dass autokratische Länder die Gewinnerposition einnehmen.“

Während die jüngste Aussetzung des Zugriffs auf Anthropics neueste Modelle durch die US-Administration ursprünglich für Spannungen zwischen den USA und ihren Verbündeten gesorgt hatte, wurde das Thema auf dem Treffen nicht direkt angesprochen. Arthur Mensch erklärte, es sei stattdessen aus der Perspektive von Lieferketten-Interdependenz behandelt worden, die als Stabilisierungsfaktor für die neue globale Wirtschaftsordnung wichtig sei.

Das zentrale Ergebnis des Treffens war eine Einigung auf Definitionen von Standards für Entwickler von KI-Frontier-Modellen. Die G7 hatte bereits 2023 unter japanischer Präsidentschaft einen Verhaltenskodex für solche Unternehmen aufgelegt. Französlands Präsident Emmanuel Macron kündigte an, dass die G7 „eine Plattform für Kooperation und Dialog zwischen demokratischen Staaten schaffen wird, um Standards zu definieren“. Dabei solle bessere Regulierung verhindern, dass Frontier-Modelle in die Hände autoritärer Regime fallen.


Quelle: www.politico.eu · Erschienen 17. Juni 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.1.

Share on: