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KI-Agenten verschärfen Sicherheitsrisiken durch fehlende Kontrolle

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Auf den Punkt: KI-Agenten als aktive Systemteilnehmer mit Datengriff erfordern neue Sicherheitsansätze jenseits klassischer Governance, da ihre Risiken aus schleichenden Verhaltensänderungen und Shadow AI entstehen, nicht aus offensichtlichen Verstößen.

KI-Agenten und nicht überwachte Nutzung (Shadow AI) schaffen neue Angriffsflächen in Unternehmensumgebungen. Sicherheitsteams können heute nicht mehr nachvollziehen, welche Daten KI-Systeme verarbeiten und auf welche Ressourcen sie zugreifen dürfen.

Generative KI ist in Unternehmen schnell vom Experiment zum produktiven Werkzeug avanciert. Mitarbeitende nutzen ChatGPT, Gemini oder Copilot täglich, SaaS-Anbieter integrieren KI-Funktionen in bestehende Plattformen, und erste Organisationen setzen KI-Agenten ein, die Informationen verarbeiten, Entscheidungen vorbereiten oder Aktionen auslösen. Diese Entwicklung stellt Sicherheitsverantwortliche vor eine neue Herausforderung: Die Geschwindigkeit der KI-Einführung überholt vielerorts die Fähigkeit von Sicherheitsteams, Risiken, Berechtigungen und Datenflüsse zu erfassen und zu steuern.

KI-Agenten unterscheiden sich grundlegend von Chatbots. Sie antworten nicht nur auf Fragen, sondern greifen aktiv auf Systeme zu, rufen Daten ab, stoßen Workflows an oder interagieren mit anderen Anwendungen. Dadurch werden sie zu aktiven Teilnehmern in der Unternehmensinfrastruktur mit Konsequenzen für die Sicherheitsarchitektur: KI-Agenten können weitreichendere Berechtigungen besitzen als die Personen, die sie nutzen. Fehlkonfigurationen oder überprivilegierte Zugriffe schaffen neue Angriffsvektoren. Eingaben können sensible Informationen enthalten. Gleichzeitig entwickelt sich klassische Schatten-IT zu Shadow AI, wenn Mitarbeitende nicht freigegebene KI-Dienste oder Agenten nutzen.

Klassische Sicherheitswerkzeuge waren nicht für dynamische, sprachbasierte und verhaltensgesteuerte Systeme konzipiert. Sie orientieren sich an bekannten Mustern oder fest definierten Regeln. KI-Systeme dagegen verhalten sich kontextabhängig und passen ihre Interaktionen kontinuierlich an. Viele Unternehmen konzentrieren ihre KI-Governance auf Richtlinien, Freigaben und Zugriffsregeln – eine notwendige, aber unzureichende Maßnahme. KI-Risiken entstehen häufig nicht durch offensichtliche Verstöße, sondern durch schleichende Verhaltensänderungen: Mitarbeitende laden sensible Dokumente in externe KI-Dienste hoch, KI-Agenten greifen auf Daten zu, die nicht für sie vorgesehen waren, und neue Integrationen schaffen unbeabsichtigte Verbindungen zwischen Systemen.

Ein weiteres Problem ist fehlende Transparenz. Externe Anbieter aktivieren KI-Funktionen zunehmend automatisch innerhalb bestehender SaaS-Plattformen und schaffen so neue Datenflüsse, bevor Sicherheitsverantwortliche diese bewerten können. Viele Organisationen wissen zwar, welche offiziellen KI-Lösungen eingeführt wurden, doch bei Schattennutzung, kurzfristigen Integrationen oder autonomen agentischen Systemen fehlt die Übersicht. Abhilfe schafft nur Sichtbarkeit: Nachvollziehbarkeit darüber, wie KI innerhalb der Organisation agiert, wird zur Grundlage jeder belastbaren KI-Sicherheitsstrategie.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 18. Juni 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.1.

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