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Unternehmen verlagern produktive KI-Workloads aus der Public Cloud

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Auf den Punkt: 56 Prozent der Unternehmen betreiben oder planen produktive KI-Inferenz in der Private Cloud, während die Public-Cloud-Nutzung im globalen Durchschnitt um 15 Prozentpunkte sank; in Deutschland fiel der Rückgang mit 24 Prozentpunkten deutlicher aus.

Der Broadcom-Bericht Private Cloud Outlook 2026 dokumentiert einen Trendwechsel: Unternehmen ziehen KI-Inferenz-Workloads aus Public-Cloud-Umgebungen ab und betreiben diese zunehmend in privaten Infrastrukturen – getrieben durch Kostenersparnisse und Datensouveränität.

Aktuelle Daten aus dem Broadcom-Bericht zeigen eine deutliche Verschiebung bei der Bereitstellung produktiver KI: 56 Prozent der befragten Unternehmen betreiben ihre KI-Inferenz bereits in einer Private Cloud oder planen diesen Schritt. Im Gegensatz dazu sank die Public-Cloud-Nutzung für produktive KI-Workloads weltweit um 15 Prozentpunkte von 56 auf 41 Prozent. In Deutschland ist dieser Trend ausgeprägter: Die Public-Cloud-Nutzung für KI-Inferenz im Produktivbetrieb sank von über 56 auf 32 Prozent – ein Rückgang von 24 Prozentpunkten im Jahresvergleich.

Die Rückverlagerung wird primär durch ökonomische Faktoren angetrieben. 99 Prozent der deutschen IT-Führungskräfte gehen davon aus, dass ein Teil ihrer Public-Cloud-Ausgaben ungenutzt bleibt. 47 Prozent dieser Unternehmen schätzen die finanzielle Verschwendung auf über 25 Prozent ihres gesamten Public-Cloud-Budgets. Infolgedessen erwägen 81 Prozent der deutschen Unternehmen eine Rückverlagerung von Workloads in die Private Cloud, während 44 Prozent diesen Prozess bereits abgeschlossen haben. Gleichzeitig sind die geplanten Investitionen in Private-Cloud-Infrastrukturen doppelt so schnell gestiegen wie die Ausgaben für Public-Cloud-Lösungen. Für 61 Prozent der deutschen IT-Entscheider hat der Aufbau neuer Workloads in der Private Cloud höchste Priorität.

Neben Kostenaspekten gewinnen geopolitische Faktoren an Einfluss. Vier von fünf befragten IT-Leadern weltweit berichten, dass geopolitische Entwicklungen ihre IT-Strategie direkt beeinflussen. In Deutschland haben Anforderungen an Datensouveränität und Datenresidenz mit 59 Prozent nun Vorrang vor länderspezifischer Compliance mit 52 Prozent als wichtigster geopolitischer Faktor. Dieser Trend wird besonders von stark regulierten Sektoren wie Finanzwirtschaft, öffentlicher Dienst und Gesundheitswesen angetrieben, die bei der KI-Skalierung die Hoheit über sensible Datenbestände behalten müssen.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 18. Juni 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.1.

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