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NetNut-Proxynetzwerk durch Google-Operation zerschlagen – 2 Millionen infizierte Geräte isoliert

Auf den Punkt: NetNut, ein Botnetz mit 2 Millionen kompromittierten Android-Geräten, wurde durch eine Google-geführte Operation zerschlagen.

Eine gemeinsame Operation unter Beteiligung von Google hat das NetNut-Proxynetzwerk zerschlagen, das Zugriff auf Millionen kompromittierter Android-Geräte bot – darunter Smart-TVs und Streaming-Boxen. Die Infrastruktur wurde stillgelegt und Millionen infizierter Geräte vom Netzwerk getrennt.

Das NetNut-Proxynetzwerk fungierte als Botnet-Infrastruktur, über die Angreifer Zugriff auf kompromittierte Android-Geräte erlangten, darunter Smart-Fernseher, Streaming-Boxen und andere vernetzte Geräte. Die Infektion ermöglichte es Betreibern, diese Geräte als Proxy-Server zu missbrauchen und damit traffic zu verschleiern oder Tracking-Systeme zu umgehen.

Die Zerschlagung des Netzwerks erfolgte als koordinierte Operation unter Federführung von Google und weiteren Partnern. Die Aktion isolierte etwa 2 Millionen infizierte Geräte und unterband die Kommando- und Kontrollkanäle des Botnetzes. Dies bedeutet, dass die Malware auf den betroffenen Geräten zwar noch vorhanden sein kann, die Betreiber aber keinen Zugriff mehr haben.

Für Sicherheitsverantwortliche ist die Deaktivierung relevant, weil solche Botnetze unter anderem für Cyberattacken, Fraud oder Datenexfiltration genutzt werden. Die Unterbrechung der Infrastruktur reduziert das Risiko, dass Unternehmensnetze über diese Kanäle angegriffen oder gehostete Dienste Ziel von DDoS-Attacken werden. Dennoch sollten Organisationen von bekanntermaßen infizierten Endgeräten im Netzwerk ausgehen und ihre Sicherheitsmaßnahmen entsprechend bewerten.


Quelle: www.bleepingcomputer.com · Erschienen 3. Juli 2026
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