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Google integriert Bildschirmauswahl in Gemini für Chrome

Auf den Punkt: Gemini kann nun Inhalte direkt aus dem Chrome-Bildschirm auswählen und analysieren, was die tiefere Verschmelzung von KI und Browser-Funktionalität vorantreibt.

Google hat das Werkzeug „Select from screen" für Gemini in Chrome eingeführt, das es dem KI-Assistenten ermöglicht, markierte Bildschirminhalte direkt im Browser zu analysieren. Dies unterstreicht Googles strategischen Umbau von Chrome zu einer KI-zentrierten Plattform.

Das neue Werkzeug „Select from screen“ ist über das Plus-Menü in Chrome erreichbar und funktioniert als integriertes Screenshot-Tool. Nutzer können Texte, Bilder oder spezifische Abschnitte von Webseiten markieren und direkt an Gemini übermitteln. Das System erhält dadurch den genauen Kontext der aktuellen Bildschirmanzeige für präzisere Antworten. Voraussetzung ist die explizite Genehmigung durch den Nutzer.

Die Funktion ist Teil einer umfassenderen Strategie, Chrome als primäre Schnittstelle für KI-Funktionen auszubauen. Gemini wird tiefer in den Browser integriert, um Webinhalte direkt zu erfassen und Aufgaben in Echtzeit zu automatisieren. Das System kann geöffnete Tabs durchsuchen sowie auf Standort und Mikrofon zugreifen. Mit Gemini 3.5 Flash (vorgestellt am 24. Juni 2026) stehen Entwicklern erweiterte Computer-Use-Fähigkeiten zur Verfügung, mit denen KI-Agenten eigenständig mit Browsern, Desktop-Anwendungen und mobilen Apps interagieren können.

Für CTOs und Sicherheitsverantwortliche ist diese Entwicklung kritisch zu bewerten: Die tiefgreifenden Zugriffsrechte auf Bildschirminhalte, Tabs, Standort und Eingabegeräte schaffen neue Angriffsflächlichen. Sicherheitsrechercheure warnen explizit, dass diese Berechtigungen im Falle einer Kompromittierung als Überwachungswerkzeug missbraucht werden könnten. Unternehmen sollten die Nutzung dieser Funktionen regulieren und die Auswirkungen auf Datenschutz und Sicherheitsrichtlinien prüfen.

Regional ist die Funktion in den USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Japan und Indien verfügbar. Großbritannien bleibt ausgeschlossen – ein ungewöhnlicher Schritt angesichts des Marktanteils von 50 Prozent im Zeitraum Mai 2025 bis Mai 2026.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 4. Juli 2026
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