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EU baut Strategien gegen US-KI-Blockaden auf

Auf den Punkt: Die EU plant eigene KI-gestützte Cyberfähigkeiten und sichere Test-Plattformen, um nicht von US-Exportbeschränkungen für sicherheitskritische KI-Modelle abhängig zu sein.

Die EU-Kommission entwickelt Notfallmaßnahmen und eigene KI-Cyberfähigkeiten, nachdem die US-Regierung im Juni den Zugriff auf Anthropics Modelle zur Schwachstellenerkennung zeitweilig gesperrt hatte. Die Blockade dauerte über zwei Wochen, bis sie Anfang Juli wieder aufgehoben wurde.

Im Juni 2024 ordnete die US-Regierung unter Präsident Donald Trump an, dass Anthropic (Kalifornien) den Zugriff auf seine KI-Modelle Fable 5 und Mythos 5 für ausländische Nutzer sperrt. Die Begründung: nationale Sicherheit. Diese Modelle sind besonders geeignet, Schwachstellen und Sicherheitslücken in Software aufzuspüren. Nach mehr als zwei Wochen hob die US-Regierung die Exportsperren Anfang Juli wieder auf.

Als Reaktion auf diese Blockade hat die EU-Kommission einen Aktionsplan beschlossen, der bis Ende 2024 konkrete Notfallmaßnahmen vorsieht. Ziel ist es, die Europäische Union für den Fall zu rüsten, dass ein Drittstaat den Zugang zu KI-Modellen mit potenziell bedrohlichen Cyberfähigkeiten einschränkt. EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen betont: «Wir können uns bei Fähigkeiten, die entscheidend für unsere Sicherheit sind, nicht allein auf außereuropäische Lösungen verlassen.» Sie räumt ein, dass der Aufbau eigener europäischer KI-Cyberfähigkeiten kostspielig ist, die Kosten einer Abhängigkeit aber noch höher wären.

Die Europäische Kommission arbeitet mit der EU-Cybersicherheitsagentur Enisa an mehreren Maßnahmen: ein Leitfaden soll große öffentliche und private Institutionen dabei unterstützen, Zugang zu fortgeschrittenen KI-Modellen zu erhalten. Parallel entsteht eine sichere Test-Plattform mit simulierten Umgebungen. Über diese Plattform können auch Betreiber kritischer Infrastruktur – in den Bereichen Finanzen, Energie, Gesundheit, Transport und öffentliche Verwaltung – Erkenntnisse gewinnen und KI-gestützte Schwachstellenanalysen durchführen.

Die Kommission mahnt Organisationen an, bereits jetzt mit frei zugänglichen KI-Modellen IT-Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben. In der EU regelt die Europäische Kommission die KI-Regulierung und setzt das europäische KI-Gesetz durch, das für alle Anbieter bindend ist.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 8. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.

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