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Hybride Infrastruktur als Standard: Cloud, On-Premises und Colocation kombinieren

Auf den Punkt: Digitale Souveränität erfordert eine hybride Infrastruktur aus Cloud, On-Premises und Colocation statt monolithischer Ansätze.

Organisationen müssen Cloud, On-Premises und Colocation strategisch kombinieren, um digitale Souveränität zu erreichen. Regulatorische Anforderungen wie NIS2 und DSGVO, geopolitische Risiken sowie steigende KI-Workloads erzwingen eine durchdachte Mischstrategie statt Schwarz-Weiß-Entscheidungen.

90 Prozent der Unternehmen nutzen bereits Cloud Computing, die Investitionen steigen kontinuierlich. Allerdings zeigen aktuelle Studien Ambivalenz: 64 Prozent fühlen sich gezwungen, Cloud-Dienste zu nutzen, weil viele Softwarelösungen nur noch dort verfügbar sind. 53 Prozent sehen sich von Cloud-Anbietern abhängig. Multi-Cloud- und Hybrid-Cloud-Modelle werden zum neuen Standard, um diese Abhängigkeit zu reduzieren.

Regulatorischer Druck und geopolitische Unsicherheit verstärken den Bedarf nach Kontrolle. NIS2, DORA und DSGVO verpflichten Organisationen, Datenflüsse, Zugriffe und Verantwortlichkeiten nachvollziehbar zu dokumentieren. Konflikte und Sanktionen können die Abhängigkeit von großen Hyperscalern zu einem echten Risiko für Datenhoheit und Verfügbarkeit machen. Gleichzeitig erfordern KI-Workloads mehr Rechenleistung und Kontrolle über sensible Trainings-, Kunden- oder Unternehmensdaten. 96 Prozent der befragten Organisationen erwarten, dass digitale Souveränität in den nächsten drei Jahren kontinuierlich relevanter wird.

Ein vollständiger Rückzug aus der Cloud ist jedoch für die meisten Unternehmen unrealistisch. Moderne Rechenzentren vor Ort zu betreiben ist kostspielig, und IT-Fachkräfte sind knapp. Colocation bietet hier einen praktikablen Mittelweg: Organisationen gewinnen mehr Steuerungsfreiheit als mit Public-Cloud-Modellen, tragen aber weniger operative Last als bei vollständiger On-Premises-Lösung. Für die Auswahl eines Colocation-Anbieters sollten CTOs auf regelmäßige Rezertifizierungen (ISO 27001, ISAE 3402, DIN EN 50600) achten, regelmäßige Stresstests einfordern und technische Skalierbarkeit überprüfen.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 8. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.

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