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Microsoft leitet Anfragen in Office-Apps zu eigenen Modellen um

Auf den Punkt: Microsoft lagert Token-intensive Anfragen auf weniger leistungsstarke interne Modelle aus, um Kosten für externe APIs zu senken.

Microsoft verlagert Anfragen aus Excel und Outlook schrittweise von OpenAI und Anthropic auf interne Modelle der MAI-Familie. Hintergrund ist der wirtschaftliche Druck durch hohe Token-Kosten bei intensiver Nutzung.

Microsoft leitet derzeit mehrere zehntausend Nutzerprompts pro Woche in Excel und Outlook von OpenAI und Anthropic-Modellen auf die hauseigene Modellfamilie Microsoft AI (MAI) um. Dies berichtet Bloomberg unter Berufung auf interne Informationen. Der Umfang ist bislang gering, zeigt aber Microsofts Strategie, die Abhängigkeit von Drittanbietern zu reduzieren.

Kostendruck treibt die Umstellung an: Während pauschale Abos bei durchschnittlichen Nutzern rentabel sind, zeigen interne Analysen problematische Szenarien bei Intensivnutzern. Ein Einzelnutzer mit 200-Dollar-Abo kann Token-Kosten von bis zu 14.000 Dollar pro Monat verursachen. Das Mobilitätsunternehmen Uber illustriert das Ausmaß: Es verbrauchte sein KI-Jahresbudget 2026 in vier Monaten, weil Entwickler systematisch automatisierte Tools wie Claude Code einsetzten. Mustafa Suleyman, Leiter von Microsofts KI-Sparte, sagte im Juni 2026: „Wir zahlen eine Menge Geld an Anthropic – unser Ziel ist es daher, diese Kosten zu senken und letztendlich zu eliminieren.“

Die Leistungslücke bleibt bestehen: Microsoft präsentierte auf der Build-Konferenz im Juni 2026 sieben neue Modelle, darunter MAI-Thinking 1 für logische Argumentation. Microsoft behauptet Konkurrenzfähigkeit mit Claude Sonnet und Claude Opus bei Programmieraufgaben. Unabhängige Benchmarks des Fachmediums The Decoder widersprechen dem: MAI-Modelle liegen leistungstechnisch deutlich hinter westlichen Spitzenmodellen und ähneln eher quelloffenen Lösungen wie DeepSeek.

Der Kostendruck beschleunigt die Migration zu chinesischen Anbietern. Während westliche Premium-Modelle vier Dollar oder mehr pro Million Token kosten, bieten chinesische Dienstleister vergleichbare Grundfähigkeiten ab 18 Cent pro Million Token. Für CTOs bedeutet das: Die Preiskonkurrenz intensiviert sich, eigene Modelle genügen aktuell nicht für anspruchsvolle Aufgaben, und Alternative zu etablierten Anbietern wachsen.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 11. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.

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