Auf den Punkt: Der chinesischen Akteuren zugeordnete Rootkit Daxin (srt64.sys) ist in Taiwan wieder aktiv und wird nun zusammen mit einer neuen Pre-Login-Backdoor eingesetzt.
Der Kernel-Mode-Rootkit Daxin ist nach über vier Jahren in einem taiwanesischen Fertigungsunternehmen erneut aktiv geworden. Zusammen mit ihm wurde eine bislang unbekannte Backdoor namens Stupig entdeckt, die dem Prälogin-System zugreift.
Der Kernel-Mode-Rootkit Daxin wurde ursprünglich im März 2022 von Symantec dokumentiert. Das Malware-Stück wird dem chinesischen Bedrohungsakteur zugeordnet und kam in gezielten Angriffen zum Einsatz. Nach einer Ruhephase von mehr als vier Jahren ist der Rootkit nun in einem Fertigungsbetrieb in Taiwan wieder entdeckt worden.
Bemerkenswert ist die Begleitung durch die Backdoor Stupig, die zuvor nicht dokumentiert wurde. Diese neue Komponente hat Zugriff auf die Pre-Login-Phase des Betriebssystems, was Angreifern einen frühen Zugriffspunkt vor der Authentifizierung bietet. Solche Pre-Login-Backdoors sind besonders kritisch, da sie Standardsicherheitsmechanismen umgehen können.
Für CISOs bedeutet die Wiederauferstehung von Daxin ein erhöhtes Risiko in der Lieferkettenbedrohungssituation, insbesondere für taiwanesische Fertigungs- und Technologieunternehmen. Die Kombination aus etabliertem Rootkit und neuer Pre-Login-Backdoor deutet auf eine Weiterentwicklung der Angriffsfähigkeiten hin. Systeme sollten auf Indikatoren der Kompromittierung überwacht werden, insbesondere auf srt64.sys-bezogene Artefakte und ungewöhnliche Pre-Login-Aktivitäten.
Quelle: thehackernews.com · Erschienen 16. Juli 2026
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