Auf den Punkt: Der Phishing-Service Kratos wurde durch koordinierte Ermittlungen von deutschen und US-amerikanischen Behörden zerschlagen, nachdem er monatsweise tausende Angriffe ermöglicht hatte.
Deutsch-amerikanische Ermittler haben die Infrastruktur des Phishing-Services Kratos beschlagnahmt und stillgelegt. Der Dienst war für tausende monatliche Angriffe auf Unternehmen verantwortlich.
Behörden aus Deutschland und den USA haben koordiniert gegen die Infrastruktur des Phishing-Services Kratos vorgegangen. Der Dienst stellte Cyberkriminellen eine Plattform zur Verfügung, um Phishing-Kampagnen zu starten und zu verwalten. Kratos ermöglichte es Angreifern, monatlich tausende Phishing-E-Mails zu versenden und dabei auf professionelle Tools zur Zielkontrolle und Tracking zuzugreifen.
Für Sicherheitsverantwortliche in Unternehmen bedeutet die Stilllegung von Kratos eine Reduktion eines signifikanten Angriffskanals. Solche Services senken die Einstiegshürde für Phishing-Kampagnen erheblich, da Angreifer keine eigene Infrastruktur aufbauen müssen. Mit dem Ausfall der zentralen Plattform verlieren tausende Cyberkriminelle die technische Grundlage für koordinierte Angriffe.
Die gemeinsame Operation unterstreicht die Bedeutung internationaler Kooperation bei der Verfolgung von Cyberkriminalität. CISOs sollten die Gelegenheit nutzen, ihre Phishing-Awareness-Programme zu verstärken und ihre technischen Abwehrmaßnahmen zu überprüfen, auch wenn ein großer Service vom Markt genommen worden ist. Weitere Services dieser Art existieren parallel und könnten als Ausweichplattformen fungieren.
Quelle: www.heise.de · Erschienen 20. Juli 2026
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