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AWS Kiro: Agenten-IDE für Code-Verarbeitung war anfällig für Remote-Code-Execution

Auf den Punkt: Eine Sicherheitslücke in AWS Kiro ermöglichte die Manipulation der IDE-Konfiguration und Remote-Code-Execution über versteckte Inhalte auf Webseiten ohne Genehmigungsmechanismus.

Intezer und Kodem Security entdeckten eine kritische Sicherheitslücke in Kiros (der agentenbasierten Coding-IDE von AWS), die es ermöglichte, die Konfiguration der IDE zu manipulieren und beliebigen Code auszuführen. Versteckter Text auf einer Webseite reichte aus, um die Schwachstelle auszunutzen — etwa bei einfachen Anfragen wie einer Zusammenfassung eines Inhalts.

Intezer und Kodem Security demonstrierten, dass ein Angreifer über versteckte oder manipulierte Text-Inhalte auf einer Webseite Remote-Code-Execution auf dem Entwickler-Rechner erreichen konnte. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Anfrage an Kiro vermeintlich harmlos war (beispielsweise die Zusammenfassung einer Seite) — die Agenten-IDE führte die eingeführte Anweisung aus und manipulierte ihre eigene Konfiguration.

Ein kritischer Aspekt der Schwachstelle war die Abwesenheit einer Genehmigungsstufe, die solche Schreibzugriffe auf die Konfiguration hätte blockieren können. Damit konnte ein Angreifer nicht nur Code ausführen, sondern auch die Umgebung selbst für zukünftige Exploits vorbereiten oder persistente Zugriffe etablieren.

AWS hat die Schwachstelle bereits gepatcht. Die Lücke verdeutlicht das Risiko agentenbasierter Systeme, die Webinhalte direkt verarbeiten und interpretieren, ohne Inhalte zunächst auf Manipulationen zu prüfen.


Quelle: thehackernews.com · Erschienen 21. Juli 2026
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