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Russische Spionagegruppe nutzte Zimbra-Sicherheitslücke für E-Mail- und 2FA-Diebstahl

Auf den Punkt: Eine Zero-Day-Lücke in Zimbra ermöglichte es russischen Angreifern, 90 Tage E-Mail-Verlauf, Verzeichnisse, gespeicherte Passwörter und 2FA-Recovery-Codes durch einfaches Öffnen einer Nachricht zu exfiltrieren.

Eine russische staatliche Spionagegruppe hat Monate lang über eine bis dahin unbekannte Sicherheitslücke im Zimbra-Webmail-Client auf E-Mails westlicher Organisationen zugegriffen. NSA, CISA und Partner haben die Kampagne öffentlich gemacht.

Die russische Spionagegruppe setzte eine Malware ein, die bereits durch das Öffnen einer infizierenden E-Mail aktiviert wurde. Die Payload zielte gezielt auf Daten ab: die letzten 90 Tage des E-Mail-Verlaufs, das vollständige E-Mail-Verzeichnis der Organisation, im Browser gespeicherte Passwörter sowie Codes für die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).

Dies ist eine kritische Kombination aus sicherheitlicher Perspektive: Mit Zugriff auf alte E-Mails, Passwörter und 2FA-Recovery-Codes können Angreifer nicht nur Konten kompromittieren, sondern auch langfristig unerkannt bleiben. Die Nutzung einer Zero-Day-Lücke deutet auf hochzielgerichtete Aktivitäten hin, bei denen die Attacken ohne vorherige öffentliche Warnung erfolgten.

NSA, CISA und verbündete Agenturen haben diese Kampagne inzwischen öffentlich dokumentiert. Für CISOs sind Zimbra-Implementierungen sofort auf Indikatoren zu überprüfen, das System zu isolieren oder außer Dienst zu stellen, falls nicht zeitnah ein Patch verfügbar ist. Die technischen Details der Kampagne helfen bei der forensischen Analyse von Betroffenen und der Suche nach weiteren Zugriffen.


Quelle: thehackernews.com · Erschienen 23. Juli 2026
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