Auf den Punkt: Verantwortungsvoller KI-Einsatz unter dem EU AI Act besteht nicht darin, alle Risiken auszuschließen, sondern Anwendungen zu begrenzen, zu testen, Zuständigkeiten zu klären und Restrisiken zu akzeptieren.
Der EU AI Act verpflichtet zu Transparenz, doch die praktische Umsetzung von Verantwortung ist deutlich komplexer. Verantwortungsvoller KI-Einsatz bedeutet nicht, alle Risiken auszuschließen, sondern Systeme gezielt einzugrenzen, zu testen und Zuständigkeiten klar zu verteilen.
Die regulatorische Anforderung der Transparenz lässt sich technisch verhältnismäßig leicht erfüllen. Schwieriger wird es bei der Verteilung von Verantwortung im praktischen Betrieb: Unternehmen müssen Anwendungsfälle klar begrenzen, ihre KI-Systeme sorgfältig testen und verlässliche Eskalationswege etablieren.
Ein zentraler Punkt ist die eindeutige Zuweisung von Zuständigkeiten. Nicht jedes denkbare Risiko lässt sich technisch eliminieren oder durch organisatorische Maßnahmen vollständig beherrschen. Insbesondere bei generativen KI-Systemen ist ein Restrisiko fundamental gegeben und kann nicht allein durch technische Lösungen behoben werden.
Für Chief Data und Governance-Verantwortliche bedeutet dies, Compliance-Strategien nicht nur auf Dokumentation und Transparenz auszurichten, sondern auch auf robuste Governance-Strukturen. Das erfordert klare Entscheidungswege, definierte Rollen und ein realistisches Verständnis dafür, welche Risiken bei KI-Einsatz verbleiben und wie diese akzeptabel gemacht werden können.
Quelle: itwelt.at · Erschienen 28. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.