Auf den Punkt: Verborgene Prompts in Word-Dokumenten werden von Copilot in neu generierte Dateien kopiert und können dort die gleiche unerwünschte Aktion auslösen.
Versteckte Prompts in Word-Dokumenten können Microsoft 365 Copilot dazu bringen, Zahlen in Berichten zu verfälschen und dieselben Anweisungen in die generierten Dateien zu übernehmen. Der Sicherheitsforscher Håkon Måløy machte die Schwachstelle am 28. Juli öffentlich.
Håkon Måløy demonstrierte in einem Proof of Concept, dass in Word-Dokumenten eingebettete, nicht sichtbare Anweisungen Microsoft 365 Copilot dazu veranlassen können, Daten in Berichten zu manipulieren. Das kritische Problem: Diese verborgenen Prompts werden in die neu generierten Datei kopiert und führen dort zu den gleichen unerwünschten Verhaltensweisen, wenn das Dokument in einer weiteren Copilot-Sitzung verwendet wird.
Die Schwachstelle wurde der Microsoft 365 Copilot-Funktion am 28. Juli, 144 Tage nach der Erstmitteilung an Microsoft, offengelegt. Das verzögerte Disclosure-Verfahren deutet auf Komplexität bei der Behebung hin.
Für CISOs bedeutet dies ein zusätzliches Risiko im Kontext von „Prompt Injection“: Dokumente, die von Angreifern präpariert wurden, können durch den KI-Assistenten automatisiert manipuliert werden — mit dem zusätzlichen Effekt, dass diese Manipulation in den Ausgabedateien persistiert und sich auf nachfolgende Verarbeitungsschritte überträgt. Dies erfordert verstärkte Kontrollen bei der Verwendung von generativen KI-Tools mit unternehmensinternen Dokumenten.
Quelle: thehackernews.com · Erschienen 30. Juli 2026
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