Zum Inhalt springen

Snowflake-Hacker bekennt sich schuldig: Datendiebstahl bei 165 Unternehmen

Auf den Punkt: Connor Riley Moucka bekannte sich schuldig, Teil der Hackergruppe zu sein, die über gestohlene Zugangsdaten Snowflake-Kunden bei 165 Unternehmen kompromittierte und Millionen erpresste.

Der Kanadier Connor Riley Moucka hat sich schuldig bekannt, an einer Angriffsserie beteiligt gewesen zu sein, die Kundendaten von 165 Organisationen betraf und Erpressungsgelder in Millionenhöhe einbrachte. Die Taten stehen im Zusammenhang mit den 2024 bekannt gewordenen Angriffen auf Kunden des Cloud-Datenwarehouse-Anbieters Snowflake.

Branchenquellen zufolge gilt Moucka als eine der zentralen Figuren hinter den Angriffen auf Daten, die bei Snowflake gehostet wurden. Zu den betroffenen Unternehmen zählen unter anderem AT&T, Ticketmaster und die Neiman Marcus Group. Moucka arbeitete nach Angaben der Ermittler mit zwei weiteren Hackern zusammen: John Edward Binns und Cameron John Wagenius, der unter dem Pseudonym Kiberphant0m auftrat. Binns befand sich Stand April 2026 nicht in US-Gewahrsam, Wagenius wurde im Januar 2025 festgenommen und bekannte sich im Juli desselben Jahres schuldig.

Die Gruppe nutzte gestohlene Zugangsdaten, um sich Zugriff auf Daten von mindestens 165 Kunden eines US-amerikanischen SaaS-Anbieters zu verschaffen. Über diesen unbefugten Zugang wurden nach Angaben der Behörden Milliarden sensibler Kundendatensätze entwendet und Terabytes an Informationen abgeflossen. Anschließend wurden die betroffenen Unternehmen erpresst, um eine Veröffentlichung oder Weiterverwertung der Daten abzuwenden.

A. Tysen Duva, Assistant Attorney General der Criminal Division des US-Justizministeriums, erklärte, Moucka habe über 150 Unternehmen und Organisationen gehackt, extrem sensible Informationen erlangt und die Opfer um Millionenbeträge erpresst. Das Schuldbekenntnis solle Cyberkriminellen unabhängig von ihrem Aufenthaltsort signalisieren, dass Anonymität keinen dauerhaften Schutz vor Strafverfolgung bietet.

Der Fall ist Ergebnis einer international koordinierten Ermittlung gegen die sogenannte Snowflake-Gruppe. Die Untersuchung wurde vom FBI geleitet, unterstützt durch die Royal Canadian Mounted Police, die Australian Federal Police, die spanische Guardia Civil, den ukrainischen Sicherheitsdienst SBU und die türkische Nationalpolizei. Für CISOs unterstreicht der Fall erneut, dass kompromittierte Zugangsdaten bei Drittanbieter-Plattformen – hier ohne durchgängige Multi-Faktor-Authentifizierung genutzt – ein zentraler Angriffsvektor für großangelegten Datenabfluss und Erpressung bleiben.


Quelle: www.csoonline.com · Erschienen 7. August 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.8.3.

Share on: