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Hacker behauptet, 3,6 Millionen Azure-Kontendatensätze von Großunternehmen erbeutet zu haben

Auf den Punkt: Ein Angreifer bietet angeblich 3,6 Millionen aus Azure-Umgebungen mehrerer Fortune-500-Firmen gestohlene Mitarbeiterdatensätze zum Verkauf an, erbeutet über kompromittierte Zugangsdaten statt einer Azure-Schwachstelle.

Ein Bedrohungsakteur bietet in einem Untergrundforum Mitarbeiterdatenbanken zum Verkauf an, die angeblich aus der Microsoft-Azure-Infrastruktur mehrerer Fortune-500-Unternehmen stammen. Der Zugriff soll über kompromittierte Zugangsdaten erfolgt sein.

Laut Bericht von BleepingComputer vermarktet ein Akteur Datensätze, die angeblich aus Azure-Umgebungen mehrerer großer Konzerne entwendet wurden. Insgesamt soll es sich um rund 3,6 Millionen Datensätze mit Mitarbeiterinformationen handeln. Der Zugang zur Cloud-Infrastruktur der betroffenen Unternehmen soll durch bereits kompromittierte Anmeldedaten erlangt worden sein – nicht durch die Ausnutzung einer Schwachstelle in Azure selbst.

Für CISOs ist dieser Fall ein weiteres Beispiel dafür, dass Angriffe auf Cloud-Infrastrukturen von Großunternehmen zunehmend über gestohlene oder wiederverwendete Zugangsdaten erfolgen statt über technische Exploits gegen die Plattform selbst. Betroffen sind demnach mehrere Fortune-500-Unternehmen, deren Namen im Bericht nicht abschließend verifiziert werden konnten. Das Risiko liegt weniger in einer Schwäche der Microsoft-Infrastruktur als in der Absicherung von Identitäten und Zugriffsrechten innerhalb der eigenen Azure-Mandanten.

Für die Praxis bedeutet dies, Zugangsdaten-Hygiene und Identity-Management in Azure-Umgebungen zu überprüfen: konsequente Multi-Faktor-Authentifizierung für alle privilegierten und administrativen Konten, regelmäßige Rotation und Überwachung von Service-Principal- sowie API-Zugangsdaten, sowie ein Monitoring auf ungewöhnliche Anmeldeaktivitäten und Datenexporte aus Azure Active Directory beziehungsweise Entra ID. Unternehmen sollten zudem prüfen, ob eigene Mitarbeiterdaten in Untergrundforen kursieren, und betroffene Zugangsdaten umgehend zurücksetzen.


Quelle: www.bleepingcomputer.com · Erschienen 17. August 2026
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