Auf den Punkt: OpenAI bestätigt die fortgesetzte Verfügbarkeit von Zero Data Retention für berechtigte API-Kunden und kündigt mit Private Safety Processing ein Verfahren an, das Sicherheitsprüfungen ohne dauerhafte Datenspeicherung ermöglichen soll.
OpenAI bestätigt, dass berechtigte API-Kunden weiterhin die Option Zero Data Retention (ZDR) nutzen können, bei der keine Anfrage- und Antwortdaten gespeichert werden. Ergänzend kündigt das Unternehmen mit Private Safety Processing ein Verfahren an, das Sicherheitsprüfungen ermöglichen soll, ohne die Datenprivatsphäre der Nutzer zu kompromittieren.
OpenAI hat bestätigt, dass die bestehende Zero-Data-Retention-Option (ZDR) für qualifizierte API-Kunden fortgeführt wird. Bei aktivierter ZDR speichert OpenAI die über die API übermittelten Ein- und Ausgabedaten nicht über die zur Verarbeitung der Anfrage notwendige Dauer hinaus. Das Unternehmen kündigt zudem Private Safety Processing als neues Verfahren an, das fortgeschrittene Sicherheitsprüfungen von KI-Modellen ermöglichen soll, ohne dass dafür Kundendaten dauerhaft gespeichert oder von Mitarbeitenden eingesehen werden müssen.
Für CISOs und Datenschutzverantwortliche in regulierten Branchen ist die Verfügbarkeit von ZDR ein zentrales Kriterium bei der Entscheidung, ob und wie Frontier-Modelle in produktiven Umgebungen eingesetzt werden dürfen. Insbesondere Unternehmen mit Anforderungen aus DSGVO, Bankenregulierung oder Gesundheitsdatenschutz benötigen vertragliche und technische Zusicherungen, dass sensible Prompt- und Antwortinhalte nicht bei einem Dritten verbleiben. Die Ankündigung von Private Safety Processing adressiert einen bislang ungelösten Zielkonflikt: Sicherheitsfilterung und Missbrauchserkennung erfordern in der Regel eine Form der Inhaltsanalyse, die mit strikter Datenminimierung schwer vereinbar ist.
Aus der Mitteilung geht nicht hervor, welche technischen Mechanismen Private Safety Processing konkret nutzt, für welche Modelle es zunächst verfügbar sein wird und ab welchem Zeitpunkt eine allgemeine Verfügbarkeit vorgesehen ist. CISOs, die ZDR bereits vertraglich vereinbart haben oder dies planen, sollten die Ankündigung als Anlass nehmen, mit ihrem OpenAI-Ansprechpartner die genauen Voraussetzungen für die Zero-Data-Retention-Berechtigung sowie den Rollout-Zeitplan für Private Safety Processing zu klären, bevor entsprechende Zusicherungen in interne Freigabeprozesse oder Auftragsverarbeitungsverträge übernommen werden.
Quelle: openai.com · Erschienen 19. August 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.8.3.