Auf den Punkt: Microsoft erhöht das Tempo beim Übergang zu quantensicheren Verschlüsselungsverfahren, da die Bedrohung durch leistungsstarke Quantencomputer zeitlicher wird.
Microsoft hat angekündigt, seine Roadmap für quantensichere Sicherheit zu beschleunigen, weil Fortschritte in der Quantencomputer-Entwicklung einen schnelleren Wechsel der aktuellen Verschlüsselungsstandards erforderlich machen als bisher angenommen.
Microsoft hat eine Beschleunigung seines Übergangsprogramms hin zu quantensicheren Kryptographieverfahren angekündigt. Der Grund: Die schnellere Entwicklung von Quantencomputern erfordert eine zeitnahere Migration weg von den heute genutzten Verschlüsselungsstandards, als technische Planungen bislang vorsahen.
Für CISOs bedeutet dies eine steigende Priorität beim Thema Kryptographie-Agilität und Inventurübersicht bestehender Kryptosysteme. Unternehmen müssen ihre Abhängigkeiten von klassischen RSA- und ECC-Verfahren kartografieren und Upgradepfade entwickeln. Das gilt insbesondere für Szenarien mit langen Datenlebenszyklen (sogenannte „harvest now, decrypt later“-Risiken), wo heute verschlüsselte Daten morgen entschlüsselbar werden könnten.
Microsofts beschleunigtes Tempo zeigt: Post-Quantum-Cryptography (PQC) ist kein Zukunftsthema mehr, sondern ein operatives Regulierungs- und Governance-Thema. Standards wie NIST-genehmigte PQC-Algorithmen sollten in Beschaffungsvorgaben, Architektur-Reviews und Sicherheitsaudits bereits heute Einzug halten.
Quelle: www.bleepingcomputer.com · Erschienen 30. Juni 2026
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