Zum Inhalt springen

Altman fordert von USA geführtes KI-Kontrollorgan; OpenAI verliert Marktanteile

Auf den Punkt: OpenAI-Chef Altman fordert globale KI-Aufsicht nach dem Vorbild von Luftfahrt und IAEA, während seine Plattform Nutzungsanteile an Anthropic und Google abgibt.

Sam Altman, Gründer von OpenAI, plädiert in der Financial Times für ein internationales, von den USA angeführtes Gremium zur Festlegung einheitlicher KI-Sicherheitsstandards. Gleichzeitig verliert OpenAI Marktanteile an Konkurrenten wie Anthropic und Google.

Sam Altman hat ein internationales Regelwerk zur KI-Kontrolle vorgeschlagen, das von den USA geführt werden soll. Dieses Gremium hätte die Aufgabe, akzeptierte Standards festzulegen, unparteiische Analysen zu Fähigkeiten und Risiken bereitzustellen und die Technologie für teilnehmende Nationen und Unternehmen zugänglich zu machen, die sich an die vereinbarten Regeln halten. Als Vorbilder nannte Altman internationale Standards in der Luftfahrt und die Internationale Atomenergie-Organisation.

Für Chief Data Officer und Compliance-Verantwortliche ist dies relevant, da Altmans Vorschlag eine Alternative zur derzeit fragmentierten regulatorischen Landschaft darstellt. Während die EU mit dem AI Act einen eigenständigen Weg verfolgt, würde ein US-geführtes Kontrollorgan die regulatorischen Anforderungen international vereinheitlichen – könnte aber auch zu Konflikten zwischen supranationalen Standards führen. Dies hat direkte Auswirkungen auf Governance-Strategien und Risk-Compliance-Prozesse in Unternehmen.

Parallel dazu gerät OpenAI unter wirtschaftlichen Druck. Nach Daten von Similarweb sind die monatlichen Zugriffe auf ChatGPT im Mai erstmals unter 50 Prozent des Gesamtmarktes für generative KI gefallen. Anthropic hat OpenAI laut dem Finanzdienstleister Ramp bei Geschäftsabonnements im Mai überholt und prognostiziert für 2025 einen annualisierten Umsatz von 47 Milliarden US-Dollar, während OpenAI mit 25 bis 33 Milliarden US-Dollar rechnet. Anthropic erwartet zudem bereits 2029 Profitabilität – ein Jahr vor OpenAI.

Außerdem zeigen Analysen von Apollo Global Management, dass KI-Investitionen in traditionellen Branchen wie Gesundheitswesen, Banking, Logistik und öffentlichem Dienst deutlich langsamer zu messbaren Gewinnen führen als in der Softwareindustrie. Dies birgt das Risiko, dass Unternehmenskunden ihre KI-Budgets reduzieren, wenn der wirtschaftliche Nutzen ausbleibt. Sollten die Kosten für KI-Modelle gegen Null sinken, könnte dies die Umsatzmodelle großer Cloud-Infrastrukturanbieter unter Druck setzen.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 3. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.2.

Share on: