Auf den Punkt: Ein geplantes Exekutiv-Dekret sieht vor, dass KI-Entwickler Modelle freiwillig bis zu 90 Tage vor der Veröffentlichung den Bundesbehörden zur Überprüfung vorlegen sollen, anstatt eine Pflicht-Genehmigung zu erzwingen.
Die Trump-Administration bereitet eine Executive Order vor, die eine Koalition von Sicherheits- und Zivilbehörden mit verstärkter Kontrolle von fortgeschrittenen KI-Modellen beauftragt. Die Direktive könnte bereits am Donnerstag veröffentlicht werden.
Die White House bereitet eine Direktive vor, die eine Reihe von Bundesbehörden mit der Überprüfung fortgeschrittener KI-Modelle beauftragt. Das Dokument wurde diese Woche den Industrievertreter:innen mitgeteilt und könnte noch vor Ende der Woche erlassen werden. Die Direktive wird in zwei Teile untergliedert: einen zur Cybersicherheit und einen zu sogenannten „Frontier Models“.
Die bislang geplante Fassung verzichtet auf eine verbindliche Genehmigungspflicht für neue KI-Systeme und setzt stattdessen auf ein freiwilliges Verfahren: Entwickler sollen ihre Modelle optional bis zu 90 Tage vor dem öffentlichen Start an Bundesbehörden zur Überprüfung einreichen können. Dies stellt einen Rückzieher dar — die Administration hatte das Genehmigungsmodell Anfang des Monats zunächst erwogen, später jedoch distanziert.
Der erste Teil der Direktive konzentriert sich auf Cybersicherheit: Das Pentagon erhält 30 Tage Zeit, um seine Netze zu sichern. Die Bundesregierung soll innerhalb von 30 Tagen erweiterte KI-Anwendungen in staatlichen Systemen und kritischer Infrastruktur wie Gemeindebanken, ländlichen Krankenhäusern und Versorgungsbetrieben verpflichtend umsetzen. Das Finanzministerium soll parallel eine freiwillige Partnerschaft mit KI-Unternehmen aufbauen, um eine Informationsstelle zur Identifikation und Behebung von Sicherheitslücken zu etablieren. Das Office of Personnel Management wird beauftragt, die Einstellung bei der U.S. Tech Force zu erhöhen.
Der zweite Teil erteilt einer Behördenkoalition — bestehend aus Finanzministerium, CISA und dem National Institute of Standards and Technology — 60 Tage Zeit, einen klassifizierten Prozess zu schaffen, der definiert, was ein „Frontier Model“ unter dieser Direktive ist. Die NSA erhält die abschließende Bestimmungskompetenz.
Quelle: ainews.lumi-systems.io · Erschienen 20. Mai 2026
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