Auf den Punkt: Weniger als 40% der NIS2-pflichtigen Unternehmen haben die Meldefrist erfüllt.
Nur 39 Prozent der von der NIS2-Richtlinie betroffenen Betriebe haben sich bis zur Meldefrist am 31. Juli 2024 bei den zuständigen Behörden registriert. Die Quote zeigt erhebliche Umsetzungsdefizite in der deutschen Wirtschaft.
Nach der Auswertung vorliegender Meldungen haben von den betroffenen Betrieben in Deutschland nur 39 Prozent ihre verpflichtende Anmeldung gemäß NIS2-Richtlinie bis zum 31. Juli eingereicht. Das bedeutet, dass die Mehrheit der regulierten Unternehmen die Frist überschritten hat oder noch immer nicht reagiert hat.
Für CISOs und IT-Sicherheitsverantwortliche ist dies ein kritischer Indikator: Die niedrige Compliance-Quote deutet auf systematische Verzögerungen bei der Umsetzung der EU-Direktive hin, die seit Oktober 2024 verbindlich ist. Unternehmen, die ihre Registrierungspflicht nicht erfüllen, riskieren Bußgelder und aufsichtsrechtliche Konsequenzen.
Die Quote reflektiert zugleich operative Herausforderungen: viele Organisationen benötigen Zeit für die Inventarisierung ihrer kritischen Systeme, die Dokumentation ihrer Sicherheitsmaßnahmen und die Abstimmung mit behördlichen Stellen. Betriebe, die sich noch nicht gemeldet haben, sollten unmittelbar Kontakt mit ihren Regulierungsbehörden aufnehmen und den Status ihrer Anmeldung klären.
Quelle: news.google.com · Erschienen 11. Juli 2026
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