Auf den Punkt: Trump verschob eine KI-Verordnung nach Intervention von David Sacks, der argumentierte, dass freiwillige staatliche Modellprüfungen Innovation bremsen und Chinas Vorteil vergrößern würden. Mehrere Industrievertreter teilten die Kritik, obwohl OpenAI das Vorhaben unterstützt hatte.
Präsident Donald Trump hat die lang erwartete Verordnung zur künstlichen Intelligenz kurzfristig verschoben, nachdem sein früherer KI-Beauftragter David Sacks Bedenken der Tech-Industrie gegenüber geltend gemacht hat. Der Venture-Capitalist argumentierte, dass freiwillige staatliche Überprüfungen von KI-Modellen die Innovation bremsen und die USA im Wettbewerb mit China benachteiligen könnten.
Das von Trump geplante Dekret hätte ein freiwilliges Kontrollsystem etabliert, bei dem Entwickler fortgeschrittener KI-Modelle ihre Produkte vor der Veröffentlichung von Bundesbehörden hätten überprüfen lassen müssen. Die Maßnahme sollte Risiken adressieren, dass Systeme wie die von Anthropic in die falschen Hände gelangen und Cyberanschläge auslösen könnten.
Doch in einem Gespräch mit Trump argumentierte Sacks, dass Unternehmen bereits kooperieren und dass staatliche Überprüfungen den technologischen Fortschritt verlangsamen würden. Der Silicon-Valley-Investor befürchtete zudem, dass ein freiwilliges System später zur Pflicht werden könnte.
Trump begründete die Verzögerung öffentlich damit, dass ihm „gewisse Aspekte nicht gefallen“ und die Maßnahme dem Vorsprung der USA in der KI-Entwicklung schaden könnte. Mehrere Tech-Führungskräfte waren zur geplanten Unterzeichnungszeremonie eingeladen worden.
OpenAI hatte sich hingegen unterstützend geäußert und betont, dass sichere Innovation in Zusammenarbeit mit der Regierung möglich sei. Laut Weißhaus-Mitarbeitern hatte Sacks die Verordnung zuvor mitgestaltet und galt als zufrieden damit – bis er am Mittwochabend Bedenken äußerte.