Auf den Punkt: BaFin ahndet einen Cyberangriff auf TeamViewer 2024 mit 240.000 Euro Bußgeld und setzt damit ihre Kontrolle über NIS2-Compliance im Finanzsektor durch.
Die Finanzaufsicht BaFin hat gegen TeamViewer ein Bußgeld in Höhe von 240.000 Euro verhängt. Grund ist ein Cyberangriff aus dem Jahr 2024, der Anforderungen zur Meldung und Reaktion nach NIS2 betraf.
Die BaFin sanktioniert TeamViewer mit 240.000 Euro Bußgeld aufgrund eines Cyberangriffs im Jahr 2024. Die Finanzaufsicht hat damit gegen Bestimmungen durchgesetzt, die unter das Kreditinstitut-IT-Sicherheitsgesetz (KredIT) fallen, das die NIS2-Richtlinie in deutsches Recht umsetzt.
Für CISOs bedeutet dieser Fall eine klare Botschaft: Beaufsichtigte Unternehmen im Finanzsektor müssen Sicherheitsvorfälle nicht nur intern dokumentieren, sondern auch die Meldepflichten erfüllen, die sich aus NIS2 ergeben. Die BaFin kontrolliert konsequent, ob Meldeverfahren eingehalten und Incident-Response-Protokolle korrekt umgesetzt werden.
TeamViewer ist als Softwareanbieter mit Kundschaft im regulierten Finanzsektor selbst Adressat dieser Aufsicht. Die Geldbuße signalisiert, dass die BaFin auch bei etablierten Anbietern nicht nur die Abwehrmaßnahmen selbst, sondern vor allem die Governance im Umgang mit Sicherheitsvorfällen bewertet.
Quelle: www.heise.de · Erschienen 21. Juli 2026
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