Zum Inhalt springen

EU-Banken leiten Kundendaten unbeabsichtigt über Cookie-Tracker an Werbeplattformen

Auf den Punkt: Europäische Banken übermittelten Kundendaten unbeabsichtigt an Ad-Plattformen via Tracking-Pixel – ein Verstoß gegen DSGVO und regulatorische Anforderungen.

Europäische Finanzinstitute haben über Tracking-Pixel Kundendaten an Werbeplattformen weitergeleitet. Dies verstößt gegen Datenschutz- und Compliance-Anforderungen und offenbart Schwachstellen in der Kontrolle externer Scripts.

Finanzinstitute in der Europäischen Union haben über sogenannte Tracking-Pixel Kundendaten an Werbeplattformen übertragen. Diese Tracking-Mechanismen waren in den Webseiten und Anwendungen der Banken eingebettet und funktionierten ohne explizite Zustimmung der betroffenen Personen.

Aus Compliance- und Regulierungssicht stellt dies mehrere Probleme dar: Die Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte verstößt gegen die grundsätzlichen Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und der NIS2-Direktive, die Finanzinstitute als kritische Infrastruktur besonders streng verpflichten. Unerlaubte Datenflüsse zu Werbenetzwerken gefährden zudem die Vertrauenswürdigkeit der Institution und können zu Enforcement-Maßnahmen von Datenschutzbehörden führen.

Für CISOs bedeutet dies eine Priorisierung von Maßnahmen zur Kontrolle externer Scripts, Drittanbieter-Dependencies und Datenflüsse. Notwendig sind Audits aller eingebetteten Tracking-Dienste, eine Governance für Third-Party-Skripte sowie Mechanismen zur Validierung von Datenweitergaben. Besonderheit im Finanzsektor: Hier greifen zusätzlich sektorrelevante Regulierungen wie die Anforderungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und nationaler Finanzaufsichten.


Quelle: www.darkreading.com · Erschienen 22. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.

Share on: