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NIS2 und DORA definieren Cybersicherheit als Führungsaufgabe

Auf den Punkt: NIS2 und DORA verpflichten Vorstände zur direkten Verantwortung für Cybersicherheit, was CISOs zu strategischen Partnern der Geschäftsleitung macht.

Die Regulierungen NIS2 und DORA verankern Cybersicherheit als strategische Verantwortung der obersten Führungsebene. Damit werden CISOs und deren Organisationen zu verstärkter Governance und Risikomanagement verpflichtet.

NIS2 (Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit) und DORA (Digital Operational Resilience Act) etablieren Cybersicherheit nicht mehr als rein technische Funktion, sondern als Leitungsaufgabe mit direkten Konsequenzen für Vorstand und Management. Beide Regelwerke fordern eine Eskalation von Sicherheitsrisiken bis in die Geschäftsleitung und Board-Ebene.

Mit NIS2 müssen Betreiber kritischer Infrastrukturen und Anbieter digitaler Dienste Sicherheitsmaßnahmen nachweisen, die mit dem Geschäftsrisiko abgestimmt sind. DORA verpflichtet Finanzunternehmen zu dokumentierter digitaler Betriebsstabilität und ICT-Risikobereitschaft. Beide Regelwerke sehen vor, dass Vorstandsmitglieder persönlich für die Einhaltung dieser Standards haftet und regelmäßig über Sicherheitslage berichten müssen.

Für CISOs bedeutet dies, dass Cybersicherheit nunmehr ein zentrale Governance-Thema wird, das nicht mehr delegierbar ist. Sie müssen Board-Ready Reports erstellen, Risikodaten in Geschäftssprache übersetzen und Sicherheitsinvestitionen als strategische Notwendigkeit nachweisen, nicht als Kostenposten. Gleichzeitig unterliegen sie erhöhten Dokumentations- und Nachweispflichten bei Audits und Behördenprüfungen.


Quelle: news.google.com · Erschienen 24. Juli 2026
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