Auf den Punkt: Machine Identities sind ein bevorzugtes Angriffsziel, da sie oft untergeschützt sind; strukturierte Inventarisierung, Rotation und Überwachung reduzieren das Risiko deutlich.
Angreifer zielen zunehmend auf nicht-menschliche Cloud-Identitäten (Service Accounts, API-Keys, Zertifikate) ab, um sich Zugang zu internen Systemen zu verschaffen. Dies stellt eine wachsende Bedrohung dar, die spezifische Defensivmaßnahmen erfordert.
Machine Identities sind Zugangscredentials, die von Applikationen, Services und Automatisierungsprozessen verwendet werden – nicht von menschlichen Nutzern. Dazu gehören API-Keys, Service-Accounts, SSH-Keys und digitale Zertifikate. Diese sind häufig schwächer geschützt als Benutzer-Passwörter und werden oft über längere Zeiträume nicht rotiert, was sie zu attraktiven Zielen für Angreifer macht.
Die aktuelle Gefahrenlage zeigt, dass Hacker gezielt nach diesen nicht-menschlichen Identitäten suchen. Sie nutzen sie als Einstiegspunkt, um sich tiefer in Cloud-Infrastrukturen zu bewegen und auf sensitive Systeme zuzugreifen – häufig ohne dabei traditionelle IAM-Systeme zu aktivieren.
Ontinue nennt fünf konkrete Schutzmaßnahmen: Erstens die Inventarisierung aller Machine Identities, zweitens regelmäßige Rotation dieser Credentials nach vordefinierten Intervallen, drittens die Minimierung von Berechtigungen (Least-Privilege-Prinzip), viertens die kontinuierliche Überwachung und Protokollierung deren Verwendung, und fünftens die Segmentierung von Netzwerk- und Cloud-Umgebungen, um laterale Bewegungen zu erschweren.
Quelle: itwelt.at · Erschienen 24. Juli 2026
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