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Studie: Unternehmen überschätzen Sicherheit ihrer Collaboration-Tools deutlich

Auf den Punkt: 84 Prozent der Unternehmen vertrauen ihren Collaboration-Tools, doch fast die Hälfte teilt sensible Daten trotzdem über unsichere Kanäle.

Eine Umfrage des Enterprise-Workspace-Anbieters Wire zeigt eine erhebliche Diskrepanz zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Sicherheit von Collaboration-Tools in Unternehmen. 84 Prozent der Befragten halten ihre Tools für sicher, während fast jedes zweite Unternehmen sensible Daten über unsichere Kanäle austauscht.

Der Enterprise-Workspace-Plattform-Betreiber Wire hat IT-, Security- und Compliance-Verantwortliche zur Sicherheit ihrer Collaboration-Tools befragt. Ergebnis: 84 Prozent der Unternehmen schätzen ihre eingesetzten Tools als sicher ein. Gleichzeitig gibt fast jedes zweite Unternehmen an, sensible Daten über unsichere Kanäle zu teilen. Die Umfrage macht damit eine deutliche Kluft zwischen gefühlter und tatsächlicher Sicherheit sichtbar.

Für CISOs ist diese Lücke aus mehreren Gründen relevant. Wenn IT- und Compliance-Verantwortliche selbst von einem hohen Sicherheitsniveau ausgehen, während in der Praxis sensible Informationen über nicht abgesicherte Wege fließen, entstehen blinde Flecken im Risikomanagement. Solche Fehleinschätzungen erschweren die Priorisierung von Sicherheitsmaßnahmen, da der subjektiv empfundene Handlungsdruck geringer ausfällt als die tatsächliche Gefährdungslage.

Für die Praxis bedeutet das: Eine Bestandsaufnahme der tatsächlich genutzten Collaboration-Kanäle und der dort ausgetauschten Datentypen lohnt sich, unabhängig von der eigenen Einschätzung zur Tool-Sicherheit. Insbesondere der Umgang mit sensiblen Daten in Chat-, Meeting- und Filesharing-Anwendungen sollte regelmäßig überprüft werden, um Diskrepanzen zwischen wahrgenommenem und realem Schutzniveau frühzeitig zu erkennen.


Quelle: www.security-insider.de · Erschienen 13. August 2026
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