Auf den Punkt: Anthropic beschreibt das Wasserzeichen-Verfahren für Claude-Texte, das als technische Antwort auf die Kennzeichnungspflichten des EU AI Act dient, sich aber laut Unternehmensangaben nicht vollständig gegen Entfernung schützen lässt.
Anthropic hat offengelegt, wie das in Claude implementierte Text-Wasserzeichen technisch funktioniert und wie robust es gegen Umgehungsversuche ist. Hintergrund sind die Kennzeichnungspflichten für KI-generierte Inhalte, wie sie der EU AI Act vorsieht.
Anthropic hat in einer technischen Erklärung dargelegt, nach welchem Verfahren von Claude erzeugte Texte mit einem Wasserzeichen versehen werden. Das Unternehmen beschreibt dabei sowohl die Herkunft der eingesetzten Methode als auch deren praktische Grenzen: Laut Golem.de lässt sich das Wasserzeichen nur mit erheblichem Aufwand wieder entfernen, eine vollständige Umgehung ist jedoch nicht ausgeschlossen.
Für Compliance-Verantwortliche ist die Veröffentlichung relevant, weil der EU AI Act Anbieter von KI-Systemen zur Kennzeichnung synthetisch erzeugter Inhalte verpflichtet. Wasserzeichen-Verfahren wie das von Anthropic beschriebene gelten als eine mögliche technische Umsetzung dieser Kennzeichnungspflicht. Die Transparenz über Funktionsweise und Schwachstellen des Verfahrens erlaubt es Unternehmen, die eingesetzte KI-Technologie im Hinblick auf regulatorische Anforderungen besser einzuschätzen.
Für die Praxis bedeutet dies, dass Organisationen, die Claude einsetzen oder dessen Ausgaben weiterverarbeiten, prüfen sollten, inwieweit die vorhandene Kennzeichnung für eigene Nachweispflichten im Rahmen des AI Act ausreicht. Da das Wasserzeichen laut Anthropic zwar schwer, aber nicht unmöglich zu entfernen ist, sollte es nicht als alleinige Grundlage für die Herkunftsnachweise von Inhalten dienen, sondern als ergänzende Maßnahme betrachtet werden.
Quelle: www.golem.de · Erschienen 17. August 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.8.3.