Auf den Punkt: Etwa 29.500 Unternehmen im DACH-Raum berichten von erheblichen Schwierigkeiten bei der Implementierung der NIS2-Direktive innerhalb der vorgegebenen Fristen.
Rund 29.500 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz berichten von erheblichen Herausforderungen bei der Implementierung der NIS2-Direktive. Die Compliance-Anforderungen erfordern umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen innerhalb definierter Fristen.
Nach Angaben der AD HOC NEWS kämpfen etwa 29.500 Unternehmen im DACH-Raum mit der praktischen Umsetzung der NIS2-Direktive. Die Europäische Richtlinie für Netz- und Informationssicherheit verpflichtet Betreiber kritischer Infrastrukturen und große Unternehmen zu umfassenden Cybersecurity-Maßnahmen und deren laufender Dokumentation.
Für CISOs stellt die NIS2-Compliance eine dreifache Herausforderung dar: Erstens müssen Sicherheitsmaßnahmen nachweisbar in ein konsistentes Governance-Framework eingebettet werden. Zweitens erfordern Audit-Trails, Incident-Response-Prozesse und Supplier-Management dokumentierte Standards. Drittens zwingt die Richtlinie zur Inventarisierung kritischer Assets und kontinuierlichen Risikobewertung — ein Prozess, den viele Organisationen erstmals systematisch durchführen.
Besonders kleinere und mittlere Unternehmen berichten von Ressourcenengpässen bei der Umsetzung: Fehlende spezialisierte Fachkräfte, unklare Abgrenzung zu bestehenden Standards wie ISO 27001 oder BSI C5, sowie unzureichende IT-Budgets erschweren die Compliance. Parallel dazu stellen nationale Umsetzungsgesetze unterschiedliche zusätzliche Anforderungen, was die grenzüberschreitende Harmonisierung behindert.
Quelle: news.google.com · Erschienen 28. Mai 2026
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