Auf den Punkt: Mit dem EU AI Act werden HR-KI-Systeme zur Compliance-Aufgabe: Unternehmen müssen Governance-Strukturen schaffen und KI-Einsätze dokumentieren, während die Investitionen in HR-KI in Deutschland schnell wachsen.
Der Einsatz von KI-Systemen in der Personalverwaltung wird zum regulatorischen Thema: Mit dem EU AI Act müssen Unternehmen ihre HR-KI-Nutzung transparent dokumentieren und Verantwortlichkeiten eindeutig festlegen. Laut einer Studie von SD Worx investieren bereits 48 Prozent der deutschen HR-Verantwortlichen gezielt in KI-Lösungen, doch viele verfügen noch nicht über ausreichende Governance-Strukturen.
Der Einsatz von KI im Personalwesen gewinnt an Dynamik. Nach einer Erhebung des HR- und Payroll-Dienstleisters SD Worx investieren inzwischen 48 Prozent der deutschen HR-Verantwortlichen gezielt in KI-Technologien – eine Steigerung von 38 Prozent im Vorjahr. Mittelständische Unternehmen mit 250 bis 2.499 Beschäftigten sind besonders aktiv: Mehr als die Hälfte dieser Organisationen setzen bereits finanzielle Mittel für KI-Projekte ein. Etwa 40 Prozent der Unternehmen berichten von messbaren Erfolgen ihrer Investitionen.
Die KI-Anwendungen konzentrieren sich auf standardisierte, datengetriebene Prozesse. Bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung kombinieren bereits 40 Prozent der Arbeitgeber menschliche Kontrolle mit KI-Unterstützung. Auch in der Personaleinsatzplanung sowie bei Reporting- und Analyseaufgaben kommen intelligente Systeme zunehmend zum Einsatz. Dagegen verzichten mehr als die Hälfte der Befragten bewusst auf KI bei sensiblen Themen wie dem Wohlbefinden oder der psychischen Gesundheit von Mitarbeitenden.
Die Integration von KI führt zu tiefgreifenden Veränderungen der Arbeitsabläufe. 45 Prozent der Unternehmen haben ihre Workflows angepasst, um intelligente Systeme besser zu integrieren. Gleichzeitig berichten 47 Prozent der Arbeitgeber, dass bestimmte klassische Aufgaben an Bedeutung verlieren. Daher investieren etwa 44 Prozent der Unternehmen gezielt in Weiterbildungsmaßnahmen, um ihre Teams auf den Umgang mit KI vorzubereiten.
Der regulatorische Druck wächst mit dem EU AI Act. Die neue Verordnung soll künftig strengere Anforderungen an Transparenz, Risikomanagement und Governance stellen – insbesondere bei KI-Anwendungen mit erhöhtem Risiko. Experten empfehlen Unternehmen, sich frühzeitig auf diese Anforderungen vorzubereiten. Entscheidend sind die nachvollziehbare Dokumentation der KI-Nutzung und klare Festlegung von Verantwortlichkeiten. Zwar verfügen bereits 47 Prozent der Arbeitgeber über Richtlinien für einen verantwortungsvollen KI-Umgang im Personalwesen, doch Fachleute sehen weiteren Handlungsbedarf bei Governance-Strukturen und internen Kontrollmechanismen.
Europa weist unterschiedliche Reifegrade auf. Norwegen, Irland und Großbritannien führen das europäische Ranking bei Investitionen, Weiterbildung und Prozessanpassungen an. Deutschland bewegt sich im Mittelfeld: Während viele deutsche Unternehmen bereits konkrete Projekte umsetzen, hinken andere bei der Vorbereitung auf regulatorische Anforderungen hinterher.
Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 5. Juni 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.6.4.