Auf den Punkt: 41 Prozent der Unternehmen nutzen KI, doch obwohl 77 Prozent Datenschutz als Hürde nennen, sind KI-Übersetzungstools für Text und Sprache bereits weit verbreitet im Einsatz.
Trotz verbreiteter Datenschutzbedenken setzen viele Unternehmen bereits aktiv auf KI-gestützte Übersetzungswerkzeuge für Text und Sprache. Ein Beitrag von ComputerWeekly.de ordnet ein, welche datenschutzrechtlichen Fragen dabei ungeklärt bleiben.
Laut einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom nutzen 41 Prozent der Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern künstliche Intelligenz. Neben textbasierten Chatbots hat sich dabei ein Anwendungsfall etabliert, der weniger im Fokus der öffentlichen Diskussion steht: KI-gestützte Übersetzungstools. Diese kommen sowohl bei der Übersetzung eingegebener Texte als auch bei Spracheingaben zum Einsatz, etwa wenn gesprochenes Deutsch in Echtzeit in eine andere Sprache übertragen wird – auch in mehrsprachigen Gesprächssituationen.
Bemerkenswert ist der Befund, dass 77 Prozent der von Bitkom befragten Unternehmen Datenschutz als Hindernis für die KI-Einführung nennen, gleichzeitig aber Online-Übersetzungsdienste für Dokumente und gesprochene Sprache bereits intensiv genutzt werden. Diese Diskrepanz zwischen wahrgenommenem Risiko und tatsächlicher Nutzung wirft die Frage auf, ob die eingesetzten Tools den geltenden Datenschutzbestimmungen entsprechen.
Für die Praxis bedeutet das: Wer Übersetzungs-Tools im geschäftlichen Kontext einsetzt, sollte prüfen, welche Daten dabei an Drittanbieter übermittelt werden, insbesondere wenn vertrauliche Dokumente oder personenbezogene Informationen betroffen sind. Der Beitrag verweist zudem auf einen relevanten Beschluss, der am Tag nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft tritt – konkrete Details zu Inhalt und Anwendungsbereich dieses Beschlusses werden im Originalartikel nicht weiter ausgeführt.
Unternehmen, die KI-gestützte Übersetzungswerkzeuge einführen oder bereits nutzen, sollten die Datenschutzfolgenabschätzung nicht auf Chatbots beschränken, sondern auch Übersetzungsdienste als eigenständigen Anwendungsfall betrachten, der oft unbemerkt in Alltagsprozesse eingebettet ist.
Quelle: www.computerweekly.com · Erschienen 13. Mai 2026
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