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FTC verhängt Fast-Million-Dollar-Geldbuße gegen Cox Media Group und zwei weitere Unternehmen

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Auf den Punkt: Cox Media Group, MindSift und 1010 Digital muss die FTC fast eine Million Dollar zahlen: Sie hatten Kunden mit einer "Active Listening" KI-Werbelösung betrogen, die angeblich Gespräche abhören sollte, aber nur weitergekaufte E-Mail-Listen weiterverkaufte. Die Zustimmung der Nutzer war nie eingeholt worden.

Die Federal Trade Commission (FTC) hat Cox Media Group, MindSift und 1010 Digital Works verurteilt, insgesamt fast eine Million Dollar zu zahlen, weil sie Kunden mit betrügerischen Versprechungen einer "Active Listening" KI-gestützten Werbelösung getäuscht haben. Die Unternehmen behaupteten, ihre Technologie würde Kundengespräche durch Smart Devices abhören, um Werbung gezielt auszuspielen – was völlig frei erfunden war.

Im Kern der Affäre: Die drei Unternehmen warben damit, dass ihre „Active Listening“ Dienstleistung Verbraucherkonversationen in Echtzeit über intelligente Geräte abfangen würde, um gezielte Werbung auszuliefern. Laut FTC-Beschwerde funktionierte das Ganze jedoch nie so. Die Unternehmen verkauften tatsächlich lediglich weitergekaufte E-Mail-Listen von Datenvermittlern – mit erheblichen Gewinnmargen – und gaben vor, damit tätige Datenbroker-Services zu nutzen.

Besonders problematisch war auch die falsche Behauptung, Nutzer hätten dieser invasiven Praxis zugestimmt. Die Unternehmen behaupteten, Verbraucher hätten sich durch Akzeptanz von App-Nutzungsbedingungen „angemeldet“. Die FTC lehnt jedoch ab, dass das einfache Durchklicken von obligatorischen Vertragsbedingungen als echte Zustimmung zur Nutzung von Sprachdaten aus der Wohnung gilt.

Die FTC unterstreicht außerdem: Hätte die „Active Listening“ Technologie tatsächlich funktioniert wie versprochen, würde allein die Erfassung und Nutzung von Sprachdaten ohne ordentliche Zustimmung bereits gegen Abschnitt 5 des FTC-Gesetzes verstoßen.

Diese Entscheidung liefert willkommene Munition gegen eine weit verbreitete Verschwörungstheorie, dass Smartphones durch ihre Mikrofone Nutzer überwachen, um gezielt Werbung einzuspielen – ein hartnäckiger Mythos, den die FTC damit endlich mit harten Fakten widerlegen kann.

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