Auf den Punkt: Europäische Routerhersteller fordern einheitliche EU-Sicherheitsvorschriften für importierte Netzwerkgeräte, um Supply-Chain-Risiken zu kontrollieren.
Fünf europäische Routerhersteller – darunter Fritz, Devolo, Lancom und TDT – fordern EU-weit einheitliche Sicherheitsvorschriften für importierte Netzwerkgeräte. Der Hintergrund: Sorgen vor potenziellen Sicherheitsrisiken in der Lieferkette.
Fritz, Devolo, Lancom und TDT haben gefordert, dass die Europäische Union Sicherheitsvorschriften für den Einsatz importierter Netzwerkgeräte erlässt. Die Hersteller sehen in fehlenden Kontrollen über den Ursprung und die Integrität von Router- und Netzwerk-Hardware ein erhebliches Sicherheitsrisiko.
Für CISOs bedeutet das konkret: Geräte ohne einheitliche EU-Überprüfung erhöhen die Angriffsfläche in unternehmensinternen Netzen. Routercompromittierungen bieten Angreifern persistente Zugänge zu Netzwerkverkehr und kritischen Infrastrukturen – ein Szenario, das durch unsichtbare Supply-Chain-Manipulationen erst spät erkannt wird. NIS2-Anforderungen zu Lieferantenbewertung und Geräte-Authentifizierung werden dadurch komplexer.
Die Initiative europäischer Hersteller zielt darauf ab, Standards für Sicherheitszertifikate, Herkunftsnachweis und Firmware-Integrität zu etablieren. Dies würde auch kleinen und mittleren Organisationen helfen, Compliance-Anforderungen effizienter zu erfüllen und Supply-Chain-Risiken systematisch zu dokumentieren.
Quelle: www.golem.de · Erschienen 15. Juni 2026
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