Zum Inhalt springen

EU startet Testplattform für KI-Sicherheit kritischer Infrastrukturen bis 2026

Auf den Punkt: Die EU baut bis Ende 2026 eine sichere Testplattform zur Prüfung von KI-Modellen, um Schwachstellen in kritischen Sektoren wie Finanzen, Energie und Gesundheit vor ihrer Ausnutzung zu identifizieren.

Die Europäische Kommission hat einen Aktionsplan zur Cybersicherheit und künstlichen Intelligenz verabschiedet, dessen Kernvorhaben eine sichere KI-Testplattform für kritische Infrastrukturen ist. Die Plattform soll bis Ende 2026 mit ENISA und JRC realisiert werden und KI-Modelle in simulierten Umgebungen auf Sicherheitsrisiken prüfen.

Die Testplattform konzentriert sich auf fünf kritische Sektoren: Finanzwesen, Energieversorgung, Gesundheitswesen, Transportwesen und öffentliche Verwaltung. Sie soll es Organisationen ermöglichen, KI-Modelle in kontrollierten, simulierten Umgebungen zu validieren, um technische Schwachstellen in Krankenhäusern, Banken und Stromnetzen frühzeitig zu identifizieren, bevor sie von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden können.

Die Kommission begründet den Aktionsplan mit der veränderten Bedrohungslage: KI-Systeme beschleunigen die Entdeckung von Sicherheitslücken und ermöglichen es Angreifern, Cyberattacken automatisiert und im großen Umfang auszuführen. Da die meisten führenden KI-Modelle von amerikanischen Technologieunternehmen stammen, verfolgt die EU eine Strategie zur Reduktion dieser Abhängigkeit durch den Aufbau eigener souveräner KI-Kapazitäten und die Errichtung von Fabriken für moderne KI-Chips.

Flankierend führt die Kommission den europaweiten Innovationswettbewerb „EU Grand Challenge on AI for Cybersecurity“ ein. Dieser soll Sicherheitsunternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen zusammenbringen, um gemeinsame Verteidigungswerkzeuge auf KI-Basis zu entwickeln. Parallel dazu fordert die Kommission Unternehmen auf, bereits verfügbare KI-Werkzeuge und Open-Source-Modelle zur Beschleunigung des Schwachstellenmanagements und der Incident-Response einzusetzen.

Die Maßnahmen werden durch die strikte Umsetzung bestehender Rechtsakte unterstützt: NIS2-Richtlinie, Digital Operational Resilience Act (DORA) und Cyber Resilience Act. Zusätzlich plant die Kommission eine spezielle Kampagne zur Absicherung kritischer Open-Source-Software, um die Resilienz der europäischen digitalen Infrastruktur nachhaltig zu erhöhen.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 9. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.

Share on: