Auf den Punkt: Meta hat laut Kommission bei Instagram und Facebook die Risiken von Suchtdesign für Gesundheit und Wohlbefinden unzureichend analysiert und nicht wirksam dagegen gehandelt.
Die Europäische Kommission hat ein vorläufiges Verfahrensergebnis gegen Meta veröffentlicht: Instagram und Facebook verstoßen durch ihre Designmechaniken gegen den Digital Services Act. Im Fokus stehen unendliches Scrollen, Auto-Play, Push-Benachrichtigungen und personalisierte Empfehlungssysteme.
Die Europäische Kommission hat ein vorläufiges Verfahrensergebnis gegen Meta eingeleitet, das Instagram und Facebook des Verstoßes gegen den Digital Services Act (DSA) bezichtigt. Kern der Vorwürfe sind Designelemente wie unbegrenztes Scrollen, automatische Videowiedergabe, Push-Benachrichtigungen und die hochgradig personalisierten Empfehlungssysteme beider Plattformen.
Die Ermittlungen der Kommission zeigen, dass Meta die Gesundheitsrisiken dieser Designmechaniken unzureichend bewertet hat – insbesondere für die physische und psychische Gesundheit von Nutzern, Minderjährigen und gefährdeten Erwachsenen. Darüber hinaus belegen die vorliegenden Nachweise, dass die bisherigen Schutzmaßnahmen von Meta nicht geeignet waren, die Risiken des suchtfördernden Designs wirksam zu mindern.
Die Executive Vice-President für Tech Sovereignty, Security and Democracy Henna Virkkunen betonte, dass der Schutz der physischen und psychischen Gesundheit von Europäern eine Priorität für Social-Media-Plattformen sein muss. Der Digital Services Act biete einen klaren Rahmen, um Plattformen für süchtig machende Designs und deren Folgen verantwortlich zu machen. Die Kommission sei entschlossen, ihre Gesetzgebung in Europa durchzusetzen.
Quelle: digital-strategy.ec.europa.eu · Erschienen 10. Juli 2026
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