Auf den Punkt: Eine im Linux-Kernel seit 2011 vorhandene Root-Lücke ermöglicht lokale Privilegieneskalation und erfordert Kernel-Updates auf allen betroffenen Systemen.
Eine Sicherheitslücke im Linux-Kernel existiert seit Version 2.6.39 aus dem Jahr 2011 und ermöglicht unauthentifizierten lokalen Zugriff mit Root-Privilegien. Ein Patch ist verfügbar, aber noch nicht flächendeckend in allen Systemen eingespielt.
Die Lücke mit dem Namen Ghostlock wurde im Linux-Kernel ab Version 2.6.39 identifiziert und betrifft damit nahezu jedes seit 2011 verteilte Linux-System, das nicht aktualisiert wurde. Sie erlaubt lokalen Angreifern die Ausführung von Code mit Root-Privilegien.
Für CISOs bedeutet dies eine kritische Inventarisierungs- und Patch-Management-Aufgabe: Alle Linux-basierten Systeme in der Infrastruktur – von Servern über Containerplattformen bis zu IoT-Geräten – müssen auf Kernel-Versionen überprüft werden, die diese Lücke enthalten. Besonders problematisch sind Produktivsysteme mit langen Release-Zyklen, Embedded-Systeme und Geräte mit eingefrorenem Kernel-Stand.
Der Patch ist zwar bereits veröffentlicht, seine Verbreitung ist aber ungleichmäßig. Distributionen wie Ubuntu haben teilweise Sicherheitsupdates bereitgestellt, doch viele ältere Systeme – insbesondere in kritischen Infrastrukturen – laufen immer noch anfällig. Eine Priorisierung nach Systemkritikalität und Netzwerk-Exposur ist notwendig.
Quelle: www.golem.de · Erschienen 10. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.