Auf den Punkt: Die Registrierungsfrist der NIS2-Richtlinie ist abgelaufen, doch viele Betreiber kritischer Infrastrukturen haben sich nicht angemeldet.
Die Registrierungsfrist für Betreiber kritischer Infrastrukturen gemäß NIS2-Richtlinie ist heute ausgelaufen. Berichten zufolge haben große Teile der betroffenen Unternehmen aus dem Industriesektor sich bis zur Deadline nicht angemeldet.
Die Europäische Netzwerk- und Informationssicherheitsrichtlinie (NIS2) sieht vor, dass Betreiber kritischer Infrastrukturen ihre Systeme und Kontaktdaten den zuständigen nationalen Behörden melden müssen. Diese Meldepflicht sollte bis heute erfüllt sein.
Für CISOs und Sicherheitsverantwortliche bedeutet die massenhafte Nichtanmeldung ein erhebliches Compliance-Risiko. Unternehmen, die die Frist versäumt haben, müssen mit behördlichen Sanktionen rechnen und gefährden damit ihre rechtliche Position sowie ihre Versicherungsdeckung bei Sicherheitsvorfällen. Gleichzeitig signalisiert die breite Nichtbeteiligung eine Umsetzungslücke, die die gesamte Cyber-Resilience kritischer europäischer Infrastrukturen schwächt.
Betroffene Organisationen sollten unverzüglich handeln: Die Anmeldung nachzuholen und nachzuweisen, warum die Frist überschritten wurde, kann die Folgen abmildern. Parallel sollten CISOs prüfen, ob ihre Organisation überhaupt als Betreiber kritischer Infrastrukturen unter NIS2 fällt oder ob sie als abhängiger Dienstleister oder Lieferant zusätzliche Anforderungen erfüllen muss.
Quelle: news.google.com · Erschienen 31. Juli 2026
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