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Fehlende Transparenz über Software und KI-Nutzung schwächt Cybersicherheit in KMU

Auf den Punkt: KMU können nicht nachvollziehen, welche Software und KI-Tools Mitarbeitende einsetzen, was zusammen mit schwachen Passwortpraktiken und unsicherem Netzwerkverhalten erhebliche Sicherheitslücken schafft.

Eine WatchGuard-Untersuchung zeigt: Kleine und mittelständische Unternehmen kennen ihre digitale Angriffsfläche nur unvollständig und haben keine ausreichende Kontrolle über die Anwendungslandschaft und KI-Nutzung ihrer Mitarbeitenden. Gleichzeitig verbreiten sich unsichere Grundgewohnheiten wie Passwort-Wiederverwendung und ungeschützte Netzwerkzugriffe weiterhin.

64 Prozent der befragten Mitarbeitenden nutzen nicht autorisierte KI-Tools bei der Arbeit. Diese sogenannte Schatten-KI stellt ein gravierendes Kontrollrisiko dar, weil IT- und Sicherheitsteams nicht nachvollziehen können, welche Werkzeuge zum Einsatz kommen und welche Unternehmensdaten darin verarbeitet werden. Der Mangel an Sichtbarkeit wird durch Transparenzdefizite in der Gesamtsoftwarelandschaft verschärft: Weniger als 30 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass ihr Arbeitgeber genau weiß, welche Anwendungen intern genutzt werden. Fast 40 Prozent gehen sogar davon aus, dass das Unternehmen weder die eingesetzten Anwendungen noch deren tatsächliche Nutzung vollständig kennt.

Parallel dazu bleiben etablierte Sicherheitslücken im Nutzerverhalten offen. 76 Prozent verwenden dasselbe Passwort für mehrere Konten – ein Kompromiss einer Zugangsmöglichkeit gefährdet damit potentiell alle damit gesicherten Dienste. 30 Prozent teilen Passwörter mit anderen Personen. Bei der Netzwerknutzung zeigen sich ebenfalls erhebliche Schwächen: 70 Prozent arbeiten über öffentliche WLAN-Netze, die Hälfte greift ohne VPN auf Unternehmensressourcen zu. Dadurch können Zugangsdaten und Datenverkehr leichter abgefangen und Man-in-the-Middle-Angriffe ermöglicht werden. Zusätzlich nutzen 55 Prozent ihre Arbeitsgeräte auch privat, was zusätzliche Angriffswege durch Schadsoftware, Phishing oder den Zugriff auf unsichere Anwendungen öffnet.

Nach Einschätzung von Marc Laliberte, Director of Security Operations bei WatchGuard, entsteht eine wachsende Lücke zwischen investierten Sicherheitslösungen und dem tatsächlichen Verhalten der Belegschaft. Traditionelle Kontrollmechanismen sind auf die Herausforderungen durch unkontrollierte KI-Nutzung und dezentrales Arbeiten nicht ausgelegt. Unternehmen müssen nicht nur wissen, welche Software installiert ist, sondern auch nachvollziehen können, welche KI-Dienste genutzt werden und ob diese mit internen Sicherheits- und Datenschutzvorgaben vereinbar sind.

Für viele KMU ist es mit eigenen IT- und Sicherheitsteams schwierig, sämtliche Nutzerrisiken zu überwachen. Managed Service Provider können hier eine unterstützende Rolle übernehmen, indem sie Unternehmen bei der Erkennung von Nutzerrisiken, der Umsetzung von Richtlinien und der kontinuierlichen Sensibilisierung unterstützen. Der Umgang mit menschlichem Verhalten wird damit zur zentralen Anforderung bei der Einführung neuer Technologien und der Förderung dezentralen Arbeitens.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 15. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.

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