Zum Inhalt springen

Ungepatchte Sicherheitslücke in Cursor erlaubt Schadcode-Ausführung auf Windows

Auf den Punkt: Ein ungepatchter Fehler in Cursor ermöglicht Angreifern die Ausführung beliebigen Schadcodes, wenn ein Entwickler ein präpariertes Repository mit manipulierter git.exe öffnet.

Die Sicherheitsfirma Mindgard hat eine unkorrigierte Schwachstelle im KI-Editor Cursor öffentlich gemacht, die beliebige Codeausführung auf Windows-Systemen ermöglicht. Betroffen sind über sieben Millionen aktive Nutzer, obwohl der Fehler seit sieben Monaten bekannt ist.

Mindgard entdeckte eine Sicherheitslücke in der Windows-Version des KI-Editors Cursor, die es Angreifern ermöglicht, beliebigen Schadcode automatisch und ohne Benutzerbenachrichtigung auszuführen. Das Problem liegt in der Suchlogik des Editors: Beim Laden eines Projekts durchsucht Cursor mehrere Verzeichnisse nach Git-Installationen, einschließlich des geöffneten Verzeichnisses selbst. Befindet sich im Stammordner eines Repositories eine Datei namens git.exe, führt Cursor diese unmittelbar beim Starten aus – ohne Sicherheitsabfrage.

Mindgard meldete die Schwachstelle am 15. Dezember 2025 an die Cursor-Entwickler und präsentierte sie im Januar 2026 über das HackerOne-Bug-Bounty-Programm. Nach sieben Monaten ohne Rückmeldung oder geplantes Update entschied sich das Unternehmen zur öffentlichen Offenlegung am 15. Juli 2026. Die Firma betont, dass für die Ausnutzung keine komplexen Techniken wie Prompt-Injektionen oder Modellangriffe erforderlich sind – allein die Präsenz einer manipulierten git.exe im Repository-Stammverzeichnis reicht aus.

Cursor bestätigte das Verhalten, stuft die Schwachstelle aber als außerhalb des Rahmens des Bug-Bounty-Programms ein. Das Unternehmen beruft sich auf ein Modell der geteilten Verantwortung, wonach Entwickler selbst entscheiden, welche Repositories, Prompts und Werkzeuge sie verwenden. Fehler, die voraussetzen, dass bereits manipulierte Dateien vorhanden sind, fallen nicht unter die Prämien.

Als Gegenmaßnahme empfiehlt Cursor die Aktivierung der Funktion Workspace Trust, die nicht vertrauenswürdige Ordner im eingeschränkten Modus öffnet und automatische Ausführung bösartiger Code-Repositories verhindert. Administratoren können diese Einstellung auch netzwerkweit über Mobile-Device-Management-Lösungen erzwingen.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 17. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.

Share on: