Auf den Punkt: AliExpress wurde wegen mangelhafter Risikobeurteilung und unzureichender Maßnahmen gegen den Vertrieb illegaler und gefälschter Waren mit 550 Millionen Euro Geldbuße belegt.
Die Europäische Kommission hat AliExpress mit 550 Millionen Euro gebußgelt, weil die Plattform ihre Verpflichtungen unter dem Digital Services Act (DSA) nicht erfüllt hat – insbesondere beim Bewerten und Eindämmen von Risiken im Zusammenhang mit illegalen, unsicheren und gefälschten Produkten.
Die Europäische Kommission hat AliExpress zu einer Geldbuße von 550 Millionen Euro verurteilt. Grund ist die Verletzung von Verpflichtungen aus dem Digital Services Act (DSA). Das Unternehmen habe seine Pflicht zur sorgfältigen Bewertung von Risiken bei der Verbreitung illegaler, unsicherer oder gefälschter Produkte auf seiner E-Commerce-Plattform nicht erfüllt.
Nach Feststellung der Kommission hat AliExpress auf mehrere Arten gegen seine DSA-Verpflichtungen verstoßen. Das Unternehmen sei nicht nur der Pflicht zur diligenten Risikobeurteilung nicht nachgekommen, sondern habe auch versäumt, wirksame Maßnahmen zur Risikominderung bei der Verbreitung illegaler Produkte zu ergreifen.
Für Compliance-Verantwortliche bedeutet dies eine konkrete Verschärfung der Enforcement-Praxis unter dem DSA: Die Kommission zeigt, dass bloße formale Risikoanalysen nicht genügen – es muss ein nachweisbares System zur kontinuierlichen Überwachung und Mitigation bestehen. Bei Nichterfüllung der Anordnung drohen Strafzahlungen (periodic penalty payments).
Die Kommission signalisiert, dass sie im Austausch mit AliExpress bleibt, um die Einhaltung dieser Einzelentscheidung und des DSA insgesamt sicherzustellen. Für andere Großplattformen ist dies ein klares Signal zur Intensivierung von Governance-Maßnahmen gegen illegale und gefälschte Waren.
Quelle: digital-strategy.ec.europa.eu · Erschienen 20. Juli 2026
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