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ChatGPT erstmals unter Top-10-Marken bei Phishing-Angriffen

Auf den Punkt: KI-Chatbots werden zunehmend für Brand-Phishing missbraucht, was Unternehmen dazu zwingt, präventive Sicherheitsmaßnahmen zu priorisieren statt reaktiv auf Angriffe zu reagieren.

Check Point Research dokumentiert im Q2 2026, dass OpenAIs ChatGPT erstmals mit 1,1 Prozent Anteil unter den zehn meistimitierten Marken bei Phishing-Attacken auftaucht. Microsoft bleibt mit 23 Prozent Spitzenreiter, gefolgt von LinkedIn und Google.

Im zweiten Quartal 2026 verteigte sich Microsoft seine Position als meistimitierte Marke bei Brand-Phishing-Angriffen. Laut Check Point Research entfielen 23 Prozent aller erfassten Phishing-Versuche auf den Softwarekonzern. Die nächstplatzierten Marken sind LinkedIn (11,6 Prozent), Google (6,7 Prozent), Apple (5,8 Prozent) und Amazon (5,2 Prozent). Diese fünf Marken machen zusammen mehr als die Hälfte aller erfassten weltweiten Phishing-Attacken aus.

Erstmals erscheint ChatGPT von OpenAI in dieser Statistik: Mit 1,1 Prozent Anteil belegt der KI-Chatbot Platz 10 der Top-10-Liste. Forscher dokumentierten konkrete Angriffsmuster, bei denen Angreifer gefälschte Benachrichtigungen zu vermeintlich fehlgeschlagenen Zahlungen für ChatGPT Plus versendeten und auf manipulierte Seiten verlinkten, um Kreditkartendaten zu stehlen. Daneben beobachteten die Analysten nachgeahmte Online-Shops (beispielsweise Michael Kors, Uniqlo), gefälschte Apple-iCloud-Anmeldeseiten sowie gefälschte PayPal-Logins mit KI-generierten grafischen Verfremdungen. Der Technologie-Sektor war insgesamt die am stärksten betroffene Branche, gefolgt von sozialen Netzwerken und dem Bankensektor.

Die manipulierten Webseiten nutzen regelmäßig künstlich erzeugten Handlungsdruck durch Zahlungsaufforderungen oder angebliche Sicherheitswarnungen. Erkennungsmerkmale sind abweichende URLs, unvollständige Verlinkungen sowie optische Unstimmigkeiten bei Logos und Schaltflächen. Omer Dembinsky, Data Research Manager bei Check Point Research, warnt: Generative KI ermöglicht es Kriminellen, in großem Umfang glaubwürdige E-Mails, geklonte Websites und gefälschte digitale Erlebnisse zu erstellen. Brand-Phishing habe eine neue Stufe erreicht, indem Angreifer nicht nur das Vertrauen in etablierte Technologiemarken ausnutzten, sondern nun auch KI-Chatbots imitierten, auf die sich Nutzer zunehmend verlassen.

Zur Prävention empfehlen Sicherheitsexperten: direkte Eingabe von Zieladressen im Browser statt über Links, Verifikation von Hyperlinks per Mouseover-Überprüfung, Aktivierung von Mehrfaktor-Authentifizierung sowie der Einsatz KI-gestützter E-Mail-Filtermethoden auf Organisationsebene. Check Point Research unterstreicht, dass Unternehmen ihren Fokus verlagern müssen: statt erst nach erfolgreichen Angriffen zu reagieren, sollten sie diese Bedrohungen präventiv verhindern, bevor Nutzer überhaupt mit ihnen in Kontakt kommen.


Quelle: www.it-daily.net · Erschienen 28. Juli 2026
Lumi AI News — KI-assistierte Kuratierung gemaess Art. 50 EU AI Act. Paraphrase und Klassifikation durch Lumi News Pipeline v1.7.3.

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