Auf den Punkt: Tausende Claude-Chats waren über Google-Suche abrufbar, weil die Plattform Crawler nicht explizit blockiert hatte, bis Anthropic dies nachträglich korrigierte.
Tausende Gesprächs-Logs von Claude-Nutzern waren über Google suchbar, bevor Anthropic die Indexierung unterbunden hat. Das zeigt, dass Conversations ohne robots.txt-Schutz öffentlich zugänglich waren.
Über gezielte Google-Such-Parameter konnten Dritte massenhaft Chats von Claude-Nutzern aufrufen, darunter möglicherweise sensible Informationen aus Geschäftskommunikation, Code oder personenbezogene Daten. Die Conversations waren auf der Claude-Plattform speicherbar und wurden von Suchmaschinen-Crawlern indexiert, da Anthropic initial keine Meta-Direktiven oder robots.txt-Regeln zur Verhinderung der Indexierung hinterlegt hatte.
Für einen CISO ist dieser Vorfall relevant, weil er demonstriert, dass selbst bei etablierten KI-Tools Standard-Sicherheitsmaßnahmen gegen Indexierung in Suchmaschinen fehlten. Mitarbeiter könnten unbeabsichtigt geschäftliche oder technische Informationen in Claude-Chats eingegeben haben, die dann öffentlich suchbar waren. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, KI-Plattformen vor Nutzung auf Datenschutz-Standards und Crawling-Schutz hin zu überprüfen.
Anthropic hat die fehlenden Chats inzwischen aus Googles Index entfernt und Maßnahmen zur Verhinderung zukünftiger Indexierung implementiert. Dennoch bleibt die Frage, welche Daten tatsächlich abgerufen und möglicherweise archiviert wurden, ungeklärt. Betroffene Organisationen sollten prüfen, ob eigene Claude-Chats über die genannten Search-Operatoren erreichbar waren und entsprechend ihre Sensibilität für die Datenhandhabung bei Cloud-KI-Tools überprüfen.
Quelle: www.heise.de · Erschienen 28. Juli 2026
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