Auf den Punkt: Ein Leck in Azure Cosmos DB ermöglichte es, durch eine manipulierte Gremlin-Abfrage auf plattformweite Schlüssel zuzugreifen und auf alle Kundentenants zuzugreifen.
Eine nun gepatchte Sicherheitslücke in Azure Cosmos DB hätte Angreifern ermöglicht, die Sandbox der Gremlin-Abfragemaschine zu umgehen und auf Datenbanken aller Kundeninstanzen zuzugreifen. Das Sicherheitsunternehmen Wiz benannte die Exploit-Kette „CosmosEscape".
Die Schwachstelle basierte auf einer Exploit-Kette, die mit einer manipulierten Abfrage gegen eine vom Angreifer kontrollierte Gremlin-Datenbank begann. Dadurch war eine Code-Ausführung möglich, die wiederum zum Zugriff auf plattformweit gültige Schlüssel führte, mit denen beliebige Datenbanken über Kundengrenzen hinweg lesend und schreibend zugegriffen werden konnten.
Für einen CISO bedeutet diese Schwachstelle ein erhebliches Risiko der Datenbeschaffung gewesen: Nutzer von Azure Cosmos DB hätten keine technische Kontrolle über Datenzugriff gehabt, da der Exploit auf der Azure-Plattformebene angesiedelt war. Ein Angreifer mit Zugriff auf eine beliebige Gremlin-Datenbank eines Kunden hätte damit vollständigen Zugriff auf sensible Daten aller anderen Kunden erlangen können — völlig unabhängig von den dort konfigurierten Zugriffskontrollmaßnahmen.
Microsoft hat die Lücke inzwischen geschlossen. Die Notwendigkeit dieser Behebung unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger Sicherheitsaudits bei verwalteten Datenbankdiensten und die Überwachung von Vendor-Security-Meldungen, insbesondere bei hochprivilegierten, plattformweit nutzbaren Schlüsseln. Für Organisationen, die Azure Cosmos DB einsetzen, sollte überprüft werden, ob die aktuelle Version des Patches eingespielt ist.
Quelle: thehackernews.com · Erschienen 30. Juli 2026
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