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Chinesischer Angreifer nutzt DeepSeek über Telegram für autonome Cyberangriffe

Auf den Punkt: DeepSeek wurde über das Hermes-Agent-Framework von einem Angreifer zur autonomen Kompromittierung von internetgestützten Systemen eingesetzt, ohne dass weitere Operatorbeteiligung nötig war.

Palo Alto Networks hat dokumentiert, dass ein chinesischsprachiger Angreifer das Sprachmodell DeepSeek über das Framework Hermes Agent zur Ausführung autonomer Angriffe eingesetzt hat. Nach einer initialen Anweisung via Telegram führte der Agent eigenständig Zielsuche und Exploit-Selektion durch.

Palo Alto Networks‘ Unit 42 identifizierte einen chinesischsprachigen Threat Actor, der DeepSeek durch die Open-Source-Infrastruktur des Hermes Agent Frameworks zur Durchführung automatisierter Cyberangriffe nutzte. Der Angreifer sendete über Telegram eine initiale Instruktion, woraufhin der Agent eigenständig internetgestützte Ziele identifizierte und aus öffentlich verfügbaren Exploits eine Auswahl traf.

Besonderheit des Vorfalls: Nach der ersten Telegram-Anweisung war keine weitere Bedienung durch den Operator notwendig. Das System arbeitete vollständig autonom. Die Forscher konnten keinen weiteren manuellen Eingriff während der gesamten Session nachweisen. Der verantwortliche Angreifer wird unter den Aliasen knaithe und KnYuan verfolgt.

Für CISOs unterstreicht dieser Fall das Risiko der Instrumentalisierung von Open-Source-KI-Agenturen durch gut ausgestattete Bedrohungsakteure. Die Kombination aus großen Sprachmodellen und automatisierten Agentenfunktionen senkt die Barriere für Scale-Attacken erheblich – zumal DeepSeek kostenfrei verfügbar ist und Hermes Agent quelloffen bereitsteht. Organisationen sollten verstärkt auf Anomalien beim Exploit-Einsatz und ungewöhnliche Scanning-Muster überwachen.


Quelle: thehackernews.com · Erschienen 31. Juli 2026
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