Auf den Punkt: Angriffe über Software-Lieferketten haben sich seit 2024 verdoppelt und erfordern von CISOs ein Umdenken bei der Kontrolle von Drittanbieter-Abhängigkeiten und Update-Mechanismen.
Angriffe auf Software-Lieferketten haben sich seit 2024 verdoppelt, indem Angreifer vertrauenswürdige Drittanbieter, deren Updates und Abhängigkeiten kompromittieren. Das Phänomen entwickelt sich zur wachsenden Bedrohung für Unternehmensnetze.
Cyberkriminelle nutzten 2024 verstärkt die Vertrauensstellung von Softwareanbietern aus, um über deren Update-Mechanismen und Abhängigkeiten in Unternehmensnetzwerke einzudringen. Dabei werden nicht primär die Zielorganisationen direkt angegriffen, sondern deren Lieferanten und Softwarehersteller als Angriffspunkt missbraucht.
Für CISOs bedeutet dies ein Risiko, das sich jenseits klassischer Perimeter-Sicherheit bewegt. Vertrauenswürdige Software, regelmäßig aktualisiert und von etablierten Herstellern bereitgestellt, kann zum Einschleusen von Malware oder Hintertüren dienen. Der Angriff erfolgt über den Supply-Chain-Kanal, den Unternehmen normalerweise als sicher bewerten.
Die Verdopplung von Lieferkettenangriffen erfordert ein Überdenken von Sicherheitsmaßnahmen: Verstärkte Kontrolle von Updates, Überprüfung von Code-Signaturen, Monitoring von Abhängigkeiten und Segmentierung von Netzwerkzugriff werden kritischer. Besonders wichtig ist die Kontrolle darüber, welche Drittanbieter-Software in der Infrastruktur läuft und wie deren Integrität gewährleistet wird.
Quelle: www.security-insider.de · Erschienen 31. Juli 2026
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