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FortiOS: Neue Schwachstelle hebelt Symlink-Schutz aus früherem Patch aus

Auf den Punkt: Eine aktiv ausgenutzte FortiOS-Schwachstelle hebelt einen früheren Schutz gegen Symlink-Manipulation aus, betroffene Systeme müssen aktualisiert und auf Altkompromittierungen geprüft werden.

Eine aktiv ausgenutzte Sicherheitslücke in FortiOS erlaubt es Angreifern, einen zuvor eingeführten Schutzmechanismus gegen manipulierte symbolische Links zu umgehen. Betroffene Fortinet-Systeme müssen aktualisiert und auf frühere Kompromittierungen überprüft werden.

Fortinet hat eine Schwachstelle in FortiOS bestätigt, über die sich ein früherer Schutzmechanismus gegen manipulierte symbolische Links (Symlinks) umgehen lässt. Die Lücke wird nach Angaben von Security-Insider bereits aktiv ausgenutzt. Details zu einer konkreten CVE-Nummer, betroffenen Versionsständen oder einem CVSS-Score gehen aus der vorliegenden Meldung nicht hervor.

Symlink-Angriffe auf FortiOS-Systeme sind kein neues Phänomen: Bereits in der Vergangenheit hatten Angreifer manipulierte symbolische Links genutzt, um dauerhaften Zugriff auf kompromittierte Fortinet-Appliances zu erhalten, selbst nachdem der ursprüngliche Angriffsvektor durch Patches geschlossen wurde. Fortinet reagierte darauf mit einem Schutzmechanismus, der genau diese Persistenztechnik unterbinden sollte. Die nun bekannt gewordene Lücke setzt diesen Schutz außer Kraft, wodurch Angreifer erneut die Möglichkeit erhalten, sich dauerhaft in betroffenen Systemen einzunisten.

Für CISOs bedeutet dies vor allem eines: Ein einmal eingespieltes Update reicht nicht aus, um Systeme dauerhaft als sicher zu betrachten, wenn frühere Kompromittierungen unentdeckt geblieben sind. Da die Schwachstelle einen bestehenden Schutzmechanismus aushebelt, besteht das Risiko, dass bereits kompromittierte Systeme trotz vorheriger Patches weiterhin unter Kontrolle von Angreifern stehen, ohne dass dies bemerkt wird. Insbesondere Organisationen, die Fortinet-SSL-VPN-Produkte im Einsatz haben, sollten dies als Anlass nehmen, ihre Systeme auf Anzeichen einer Kompromittierung zu prüfen.

Betroffene Systeme sollten umgehend auf die von Fortinet bereitgestellten aktualisierten Versionen gebracht werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, betroffene Geräte gezielt auf Spuren früherer Kompromittierungen zu untersuchen, etwa verbliebene Symlinks oder Persistenzmechanismen, die trotz vorheriger Patches im System verblieben sein könnten. Wer entsprechende Fortinet-Produkte betreibt, sollte die Herstellerhinweise und Indicators of Compromise konsultieren und in die eigene Incident-Response-Planung einbeziehen.


Quelle: www.security-insider.de · Erschienen 7. August 2026
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